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Wie es nach Corona weitergeht: Digital Automotive Days

Autor: Martin Achter

Welche Lehren können Kfz-Betriebe aus der Coronakrise für ihr Digitalbusiness ziehen? Wie haben sich die Anforderungen der Kunden verändert? Antworten liefern Branchenexperten auf den Digital Automotive Days. Die Frühbucherphase läuft jetzt aus.

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Die Frühbucherphase endet bald: Teilnehmer können sich noch wenige Tage vergünstigte Tickets sichern.
Die Frühbucherphase endet bald: Teilnehmer können sich noch wenige Tage vergünstigte Tickets sichern.
(Bild: Stefan Bausewein)

Wie bleiben Händler und Werkstätten digital nah am Kunden und seinen Interessen? Und wie haben sich die Anforderungen an die Onlinekommunikation für das Vertriebs- und Servicegeschäft durch Corona verändert? Antworten auf Fragen wie diese und weitere rund um das Digitalbusiness erhalten Autohäuser und Werkstätten auf den Digital Automotive Days 2020 (DAD). Sichern Sie sich jetzt noch den Frühbucherrabatt. »kfz-betrieb« veranstaltet die DAD gemeinsam mit den Partnern Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK), Deutsche Automobil Treuhand und TÜV Nord Mobilität.

Die DAD als Kongress rund um digitale Zukunftskonzepte im Kfz-Gewerbe finden am 29. September am Sitz der Redaktion »kfz-betrieb« im Vogel Convention Center in Würzburg statt (Preisverleihung Digital Automotive Award am 28. September). Mehr Informationen sowie Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie online unter www.dadays.de. Die Teilnehmerzahl ist durch Corona-bedingte Hygieneauflagen begrenzt.

Was Facebook plant

Henner Blömer, beim Social-Media-Konzern Facebook verantwortlich für das Automotive-Geschäft im deutschsprachigen Raum, skizziert in seinem Vortrag mögliche Folgen der Coronakrise für das Onlinemarketing des Kfz-Gewerbes. Wie hat sich die Onlinenutzung von Verbrauchern verändert, und wie können Autohäuser und Werkstätten ihre Strategien entsprechend anpassen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben? Welche Rolle spielen dabei Plattformen wie Instagram und Facebook? Anhand von Best Practices zeigt Blömer, welche Herausforderungen für die Branche bestehen und wie diese gelöst werden können. Dabei geht es um den nahtlosen Kontakt zum Kunden – im Facebook-Jargon die „Zero Friction Future“.

Eine andere Perspektive auf die sogenannte Customer Journey, also den Weg des Kunden zum neuen Auto oder zum Werkstattauftrag, nimmt Raphael Dammann ein. Der Geschäftsführer von Xpxd, der Beratungstochter der Deutschen Automobil Treuhand (DAT), zeigt auf, wie Kundendaten im Autohaus fließen müssen, um daraus ein Geschäft zu generieren. Dafür ist es wichtig zu wissen, wo und wie sich der Kunde im Informationsprozess bewegt – online und offline. Denn Kfz-Betrieben muss es letztlich gelingen, neben der bekannten Kundenhistorie auch anonyme Nutzungsdaten mit dem Kunden in Verbindung zu bringen.

Was Connected Services in Vertrieb und Service bringen

Peter-J. Lorenzen, Leiter Digitalisierung & Handelssysteme bei Skoda Auto Deutschland, schildert in seinem Vortrag die Bedeutung von Connected Services für das Vertriebs- und Werkstattgeschäft des Handels – insbesondere mit Blick auf die junge Generation. Fahrzeugzustandsberichte, Serviceterminplanung und zahlreiche andere Angebote, die für die Vernetzung von Auto und Fahrer sorgen, nutzen nicht nur dem Kunden, sondern am Ende auch dem Autohaus. Bei Skoda haben heute schon über 80 Prozent aller Kunden mit Fahrzeugen, die entsprechende Dienste unterstützen, „Skoda Connect“ aktiviert. Im VW-Konzern nimmt die Marke damit eine Vorreiterstellung ein.

Und auch Händler berichten auf den DAD in Form von Best-Practice-Beispielen, wie sie neue Wege im Digitalbusiness gehen. Die Feser-Graf-Gruppe (u. a. VW, Audi, Seat, Skoda) beschreibt, wie sie sich mit der B2B-Auktionsplattform Fahrzeugpool 24 ein neues Geschäftsfeld erschließt. Thomas Bruß von Wahl Group (u. a. Renault, Dacia, Skoda, Ford, BMW) skizziert, wie sein Unternehmen die Coronakrise zum Anlass genommen hat, um diverse Digitalisierungsprojekte in die Tat umzusetzen – und welchen Nutzen die Neuerungen für das Unternehmen entfalten. Und Auto Senger zeigt auf, wie sich Serviceprozesse mit digitalen Mitteln auf neue Beine stellen lassen.

Selbst Neues entwickeln

Am Vorabend verleiht »kfz-betrieb« gemeinsam mit den Partnern Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK), Continental, Mobile.de und TÜV Nord erstmals den Digital Automotive Award. Der Preis honoriert Bestleistungen von Handels- und Servicebetrieben der Automobilwirtschaft rund um die Digitalisierung des Geschäfts. Im Fokus stehen dabei Leuchtturmprojekte der einzelnen Betriebe aus Bereichen wie der digitalen Kundenkommunikation oder Prozessoptimierung. Informationen und Anmeldung zur Preisverleihung unter www.digital-automotive-award.de.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«