E-Mobilität Wie schnell lädt ein Elektroauto wirklich?

Autor / Redakteur: Clemens Gleich / Jan Rosenow

Die Hersteller konfrontieren Kunden mit verschiedenen Ladeleistungen, die für einen Laien nicht so leicht einzuordnen sind. Eine ungünstige Kombination aus Batteriegröße, Onboard-Lader und Stromnetz kann die Freude am E-Auto nachhaltig trüben.

Ladeweltmeister: Bis zu 270 kW zieht sich der Porsche Taycan an entsprechend leistungsfähigen Schnellladesäulen.
Ladeweltmeister: Bis zu 270 kW zieht sich der Porsche Taycan an entsprechend leistungsfähigen Schnellladesäulen.
(Bild: Clemens Gleich)

E-Mobile sind recht einfach aufgebaut, das stimmt. Doch wer in ihnen nur die größere Form eines Modellautos sieht – Batterie, ein paar Kabel und ein Motor –, der irrt sich. Denn vor allem die ins Fahrzeug integrierte Ladetechnik ist verblüffend komplex. Und sie beeinflusst zudem die Kundenzufriedenheit und das ganze Nutzungsprofil. Autoverkäufer sollten also über dieses Thema Bescheid wissen, um ihre Kunden kompetent beraten zu können.

Eine Traktionsbatterie in einem Elektroauto lädt an sich immer Gleichstrom (Direct Current, DC). Wer eine Schnellladestation vor dem Haus hat, könnte auf den Onboard-Charger sogar verzichten. Denn Schnellladesäulen liefern Gleichstrom. Das Batterie-Management-System (BMS) des Autos verhandelt lediglich mit der Säule über die richtige Ladeleistung. Die Säule liefert diese dann auf die Schnellladekontakte.