Fachseminar Wie sich Händler für die Geldwäscheprävention rüsten

Von Nick Luhmann

Die Gefahr der Geldwäsche über den Kfz-Handel ist groß. Händler müssen dabei auf die geänderte Rechtsgrundlage sowie die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine achten. Genaueres erläutert die 5. Fachtagung zur Geldwäscheprävention.

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Neue Rechtsgrundlagen zur Geldwäscheprävention und die Folgen des Embargos gegen Russland sollten die Autohändler auf dem Schirm haben. Die Inhalte dazu vermittelt die 5. Fachtagung zur Geldwäscheprävention.
Neue Rechtsgrundlagen zur Geldwäscheprävention und die Folgen des Embargos gegen Russland sollten die Autohändler auf dem Schirm haben. Die Inhalte dazu vermittelt die 5. Fachtagung zur Geldwäscheprävention.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Das Thema Geldwäsche wird im Automobilhandel oftmals unterschätzt. Mutmaßlich entgehen dem deutschen Staat dadurch pro Jahr in etwa 100 Millionen Euro an Steuergeldern. Steigende Exporte im Kfz-Gewerbe sowie anonymisierte Verkaufsaktivitäten über das Internet sind hier zwei wesentliche Einfallstore. Der Kfz-Handel muss neben einer geänderten Rechtsgrundlage jetzt auch Embargomaßnahmen durch den Ukraine-Krieg berücksichtigen. Darauf weist der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hin.

Aufklärung zu diesen und weiteren Punkten bietet die 5. Fachtagung zur Geldwäscheprävention am Dienstag, 17. Mai, in Köln. Sie wird vom ZDK in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Geldwäscheprävention und der Akademie Deutsches Kfz-Gewerbe (TAK) durchgeführt.

„Praxisorientierte Lösungen“

„Auf unserer diesjährigen Fachtagung werden wir auf das geänderte Geldwäschegesetz eingehen, einen Einblick in die Arbeit von Behörden geben und vor allem praxisorientierte Lösungen für Kfz-Betriebe aufzeigen“, sagt Ulrich Dilchert, ZDK-Geschäftsführer Recht, Steuern, Tarife.

Auf der Tagung berichten Mitarbeiter der Geldwäscheaufsicht/-prävention für den Nicht-Finanzsektor in der Berliner Senatsverwaltung über die Risikovorbeugung von Geldwäsche im Kfz-Handel. Daneben werden Geldwäscheverdachtsmeldungen von einer großen Autohausgruppe zusammen mit einer Unternehmensberatung unter die Lupe genommen.

Zudem erwartet die Teilnehmer unter anderem ein Vortrag von der beim Zoll angesiedelten Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) zum Thema Barzahlung im An- und Verkauf hochwertiger Güter sowie ein Überblick der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main über fahrzeugbezogene Geldwäscheermittlungen im Bereich der organisierten Kriminalität. Die Veranstaltung wird in diesem Jahr erneut in hybrider Form – vor Ort und per Livestream – stattfinden.

Hier finden Sie das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung.

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