Wie, wo, was weiß Cramm!

Redakteur: Steffen Dominsky

Auch defekte Fahrzeugelektronik lässt sich mittlerweile günstig und schnell instandsetzen. Einer, das Kunden diesen Service bietet, ist das Unternehmen Cramm. Es hat sich auf die Instandsetzung von Steuergeräten spezialisiert.

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C3 Cramm setzt eine Vielzahl an Steuergeräten kostengünstig instand.
C3 Cramm setzt eine Vielzahl an Steuergeräten kostengünstig instand.
( Dominsky )

Wie Pilze schossen sie in den vergangenen Jahren aus dem Boden: Bau- und Heimwerkermärkte. Ein Grund für die Popularität der Echte-Männer-Boutiquen: Wer‘s selbst macht und repariert, spart bares Geld. Doch nicht nur an Heim und Hof macht eine Instandsetzung Sinn, ist sie doch oftmals eine echte Alternative zur teuren Neuanschaffung.

Auch bei ihrem liebsten Kind, dem Automobil, ziehen viele Deutsche bei Defekten immer öfter eine Überholung dem Neukauf vor – Stichwort zeitwertgerechte Reparatur. Hatte sie sich diese bisher vor allem auf mechanische und elektrische Komponenten beschränkt, so rücken Steuergeräte und Co. immer öfter in den Blickpunkt des Interesses. Jene geheimnisvollen Kästchen, die im Falle einer Störung selbst gestandene Kfz-Handwerker das Handtuch schmeißen lassen.

Doch es gibt Hilfe: Nämlich in Form von Unternehmen, die sich auf die Instandsetzung elektronischer Fahrzeugkomponenten spezialisiert haben. Eines von ihnen: Cramm Car Concepts, kurz C3, aus Isenbüttel bei Wolfsburg. Firmengründer Oliver Cramm machte vor rund zehn Jahren genau das, wovon viele Männer träumen: Er machte sein Hobby zum Beruf.

Seit 1999 bietet er seinen Kunden die Instandsetzung defekter Elektronikteile an – allen voran Motor- und ABS-Steuergeräte sowie Kombiinstrumente. Dabei haben Cramm und sein Team sich auf die Behebung von Serienfehlern, also häufig wiederkehrenden Steuergerätedefekten für Fahrzeuge der Baujahre 1990 und aufwärts, spezialisiert. Vor allem auf die deutscher und französischer Marken. Erstere bilden hierzulande die große Mehrheit im Service, Letztere „glänzen“ mit einer hohen Ausfallrate. Den Elektronikkomponenten asiatischer Modelle hingegen bescheinigt Fachmann Cramm eine eher geringere Ausfallhäufigkeit.

Ausschließlich Werkstattkunden

Sein Kundenstamm umfasst europaweit mittlerweile stolze 8.500 Kfz-Betriebe. Eine eigene Niederlassung in der Schweiz und in Frankreich bedient zudem den lokalen Markt. Rund ein Drittel der jährlich 6.000 bis 7.000 Kundenaufträge generiert er bei freien Betrieben, den Rest bei Markenbetrieben. Auch diese bzw. deren Werkstattkunden wissen die Cramm’sche Serviceleistung „günstige Reparatur statt teures Neuteil“ zu schätzen.

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„Ein Steuergerät, das neu mit 2.000 Euro und mehr zu Buche schlägt, ist nicht selten der Grund für einen wirtschaftlichen Totalschaden“, schildert der Firmenchef die Situation, mit der sich alle am Serviceprozess Beteiligten immer öfter auseinandersetzen müssen. Mit Instandsetzungskosten zwischen 85 und 300 Euro liegen die Angebote der Isenbüttler um ein Vielfaches unter den Angeboten der Fahrzeughersteller bzw. freien Teileanbieter – siehe Dokument „tabelle.pdf“ unter „Weiterführende Links“ am Ende des Beitrags. Weiterer Vorteil gegenüber dem Neuteil: Die Betriebe sparen sich das zeitaufwendige Anlernen und Freischalten neuer Systembausteine.

Dass den Elektronikexperten einmal die Arbeit ausgehen sollte, ist so unwahrscheinlich wie Schnee im August. Erstens steigt die Zahl der „Blackboxen“ pro Fahrzeug immer weiter an und zweitens gehen die elektronischen Heinzelmännchen immer öfter kaputt. Die Gründe dafür sieht der Experte in den immer kürzeren Entwicklungszeiten sowie dem Zwang zur Kosteneinsparung. Die Systeme sind nicht ausreichend erprobt, da gelangen sie bereits in die Serienproduktion. Außerdem werden sie selbst immer komplexer: „Zwangsläufig steigt die Zahl ihrer Ausfälle“, so das Resümee des Fachmanns.

Das gibt‘s nicht überall

Anders als bei manchem Billiganbieter erfolgt eine Instandsetzung im Hause Cramm auf hohem technischen Niveau – seit 2010 ist der Betrieb ISO 9001 zertifiziert. So steht für das professionelle Öffnen von Gerätegehäusen eigens eine CNC-Maschine zur Verfügung und für die Reparatur von ABS-Steuergeräten – z. B. das Bosch 5.3 und 5.7 – besitzt man sogar einen sogenannten Bonder: eine 70.000-Euro-Maschine, die gebrochene bzw. abgerissene Drahtverbindungen auf einer Platine ersetzt.

Weitere Alleinstellungsmerkmale: Die Firma Cramm gewährt auf die von ihr überholten Komponenten nicht wie andere zwei, sondern drei Jahre Garantie. Und kommt es wider Erwarten zu einer Reklamation, so übernimmt Cramm sämtliche Werkstattkosten für Ein- und Ausbau des beanstandeten Bauteils. Zudem erhält der Fahrzeugeigner einen kostenlosen Leihwagen – das gibt‘s sonst nirgendwo. Ebenfalls mehr als fair: Schickt der Kunde ein Steuergerät mit einem unbekannten Fehler ein, erhält er zuerst einen Kostenvoranschlag. Sollte eine Instandsetzung nicht möglich sein, entstehen ihm keinerlei Kosten.

Stichwort schicken. Dass die Cramms nicht nur zur kompetenten, sondern auch zur schnellen Truppe gehören, dafür steht das eigene 48-Stunden-Terminversprechen. Löst die Werkstatt einen Auftrag – in der Regel per Telefon – aus, holt Logistikpartner „GO!“ noch am gleichen Tag die eilige Fracht ab. Spätestens am übernächsten Tag ist das instand gesetzte Bauteil dann wieder beim Kunden – schneller gibt‘s Originalneuteile auch nur selten. Das Servicemaß voll im positiven Sinn macht zu guter Letzt die 24-Stunden-Erreichbarkeit. Sie sichert Cramm-Kunden bei akuten Problemen die volle Unterstützung zu. So viel Service gibt‘s sonst nirgendwo – nicht einmal bei Obi.

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