Wilfried Blöbaum bleibt Fiat-Händlerverbands-Chef

Autor Jens Rehberg

Die Delegiertenversammlung des Fiat-Händlerverbands hat ihren Vorstand am Dienstag einstimmig wiedergewählt. Somit bleibt Verbands-Chef Blöbaum – auch ohne Fiat-Händlervertrag – weitere vier Jahre im Amt.

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Wilfried Blöbaum bleibt 1. Vorsitzender des Fiat-Händlerverbands.
Wilfried Blöbaum bleibt 1. Vorsitzender des Fiat-Händlerverbands.
(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Die Delegiertenversammlung des Fiat-Händlerverbands hat ihren Vorstand einstimmig wiedergewählt. Damit verantworten Horst Hohlmeier, Karl Kleba und der Vorstandsvorsitzende Wilfried Blöbaum für weitere vier Jahre die Linie der Verbandsarbeit in der Interessenvertretung des FCA-Fabrikatsnetzes. Zu der Veranstaltung am Dienstag im hessischen Bad Vilbel waren 23 Delegierte angereist – ein Händlervertreter für jeweils zehn in dem Verband organisierte Fiat-Vertragspartner.

Das vorherrschende Brennpunktthema der Tagung drehte sich allerdings um die derzeit laufenden Schlichtungsgespräche zwischen dem Importeur und rund 150 Händlern in Sachen Fiat-Verkaufspläne – so Wilfried Blöbaum im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden hat der Importeur bis heute erst einen kleinen Teil der Schlichtungsgespräche tatsächlich geführt. Auch gebe es noch keine konkreten Ergebnisse. Der in diesem Zusammenhang von FCA Deutschland beauftragte „Sachverständige“, der Rechtsanwalt und Finanzberater Berndt Schlemann, wolle erst noch einige Gespräche abwarten und dann Anfang Mai den beteiligten Parteien seine Vorschläge mitteilen.

FCA Deutschland setzt derzeit die Vertriebsplanung der italienischen Herstellerzentrale, die für 2017 unerreichbar hoch angesetzt ist, rigoros und nach Ansicht des Händlerverbandes ohne Rücksicht auf die Belange der einzelnen Händler durch. Mit der Folge, dass sich die allermeisten Fiat-Partner seit Monaten weigern, ihre im Durchschnitt um 100 Prozent angehobenen Verkaufsziele zu unterschreiben.

Eine weitere Baustelle – wenn auch ungleich kleiner als die Querelen um die Jahreszielvorgaben – stellt offenbar aktuell eine Vorgehensweise des Importeurs dar, wonach den Händlern eine Gebühr in Rechnung gestellt wird, wenn sie aus Versehen einen Verkauf einem falschen Kanal zuordnen. Wird zum Beispiel bei der Dokumentation eines Privatverkaufs der Kunde irrtümlicherweise als Gewerbetreibender verschlüsselt, verlangt FCA von dem Partner, wenn dies später korrigiert werden muss, eine „Verwaltungspauschale“ in Höhe von 200 Euro. Der Vorstand erhielt in Bad Vilbel von den Delegierten den Auftrag, juristisch gegen diese Praxis vorzugehen.

„Stellen Sie sich nur mal vor, FCA müsste uns jedes Mal etwas bezahlen, wenn sie einen Fehler machen“, kommentierte Wilfried Blöbaum gegenüber »kfz-betrieb« die Regelung.

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