Volkswagen Financial Services „Wir positionieren uns noch stärker am privaten Gebrauchtwagenmarkt“

Autor: Christoph Seyerlein

Mit einem digitalen Tool will Volkswagen Financial Services (VWFS) Privatleuten den Kauf- und Verkauf von Gebrauchtwagen erleichtern. Wie der Service „Vender“ funktioniert und was sich VWFS davon erhofft.

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Volkswagen Financial Services bietet privaten Auto-Käufern und -Verkäufern mit „Vender“ nun ein digitales Kaufabwicklungsinstrument.
Volkswagen Financial Services bietet privaten Auto-Käufern und -Verkäufern mit „Vender“ nun ein digitales Kaufabwicklungsinstrument.
(Bild: Volkswagen Financial Services)

Volkswagen Financial Services (VWFS) will bei privaten Gebrauchtwagen-Käufern und -Verkäufern „viele neue Kunden gewinnen.“ Wie Michael Reinhart, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Bank, am Montag erklärte, legen die Braunschweiger dafür ein neues digitales Kaufabwicklungsinstrument namens „Vender“ auf.

Der Service soll für alle Fahrzeugmarken verfügbar sein und zielt laut Reinhart auf „Transparenz und Sicherheit bei Geschäftsanbahnung und -abschluss“ ab. Von der Vertragserstellung über die Unterzeichnung bis hin zur Bezahlung, soll Vender alles digital regeln können.

Sowohl Käufer als auch Verkäufer verifizieren sich dabei mit ihrem Personalausweis oder Reisepass. Die Daten werden dann automatisch in den Kaufvertrag übernommen. Danach kann der Käufer die sichere Bezahlung auslösen. Mit dem Abschluss der Bezahlung wird seine Unterschrift automatisch unter den Vertrag gesetzt. Die Volkswagen Bank garantiert dem Verkäufer den Zahlungseingang. Bargeld braucht es dabei nicht. Sucht ein Interessent nach einer Alternative zum Kauf, besteht auch die Option, Fahrzeuge online über die Volkswagen Bank zu finanzieren.

Weitere Produkte sollen folgen

Volkswagen Financial Services betonte, dass es sich bei Vender nicht um eine Fahrzeugbörse, sondern lediglich um ein Instrument zur Kaufabwicklung handle. Interessenten können den Service als Webapplikation einsetzen. Kommt es zu einem Kaufabschluss, zahlt der Verkäufer 39 Euro an VWFS. Für Käufer fallen keine Kosten an.

„Unser Ziel ist es, Käufer und Verkäufer mit einer kompletten technisch sicheren und bequemen Lösung zu unterstützen. Mit Vender digitalisieren wir unser Produktportfolio konsequent weiter, positionieren uns noch stärker am privaten Gebrauchtwagenmarkt“, sagt Michael Reinhart. Nach und nach will VWFS das Angebot um weitere Produkte wie Versicherungen oder Wartungsservice ergänzen.

Der Privatmarkt stellt im Gebrauchtwagengeschäft die zweitgrößte Säule in Deutschland dar. Laut der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) verteilten sich die GW-Verkäufe im Jahr 2020 folgendermaßen: 48 Prozent entfielen auf den Markenhandel, 31 Prozent auf private Verkäufer und 21 Prozent auf freie Betriebe. Bei gut 7 Millionen Besitzumschreibungen im vergangenen Jahr dürften damit knapp 2,2 Millionen Fahrzeuge von Privatleuten verkauft worden sein.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility / Entwicklungsredakteur