Dekra Automobil GmbH „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“

Autor: Jan Rosenow, Peter Diehl

Wie kam Dekra durch die Pandemie? Wo steht die Sachverständigenorganisation bei Digitalisierung und anderen Zukunftsthemen? Ein Gespräch mit den Geschäftsführern Guido Kutschera und Jann Fehlauer.

Guido Kutschera: "Ein weiterer Ausbau des Partnermodells ist nicht geplant."
Guido Kutschera: "Ein weiterer Ausbau des Partnermodells ist nicht geplant."
(Bild: Dekra)

Redaktion: In der Corona-Pandemie dürfte sich das hoheitliche Geschäft auch bei Dekra als Stabilitätsanker gezeigt haben. Wie stellt sich die wirtschaftliche Lage der Dekra Automobil GmbH insgesamt dar? Welche Bedeutung hat hierbei das HU-/AU-Geschäft?

Guido Kutschera: Grundsätzlich stellt sich die wirtschaftliche Lage der Dekra Automobil GmbH erfreulich dar. Im vergangenen Jahr ist es uns sogar gelungen, unseren Umsatz um drei Prozent zu steigern. Auch haben wir unsere Wachstums- und Investitionsstrategie nicht aus den Augen verloren und allein 2020 circa 900 neue Mitarbeiter eingestellt. Keines unserer etwa 80 Bauvorhaben wurde gestoppt, keine anderen Investitionen zurückgefahren. Um auf Ihre Frage und die Corona-Pandemie zurückzukommen: Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Pandemiebedingt hat Dekra nicht eine Person entlassen. Auch die zum Zeitpunkt des Pandemiebeginns rund 300 in der Probezeit befindlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sie übernommen. Dabei geholfen hat auch unser Industriegeschäft, indem beispielsweise Unternehmen, die geschlossen waren, oder Institutionen wie Krankenhäuser Brandschutz- und andere Prüfungen vorgezogen haben.

Über den Autor

 Peter Diehl

Peter Diehl

Fachredakteur Automobiltechnik und -reparatur, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG