Kia „Wir wollen keine Unterschiede online und offline“

Autor: Andreas Wehner

Kia treibt die Digitalisierung voran. Nach den neuen Händlerwebsites hat das Fabrikat den Onlinevertrieb gestartet – in Zusammenarbeit mit dem Handel. Das Ziel: Auch online-affine Kunden besser anzusprechen. Was Kia außerdem plant und wie das Netz sich in der Corona-Krise schlägt, erläutern die Verantwortlichen im Interview mit »kfz-betrieb«.

Mit seinen Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden sieht Kia sich gut aufgestellt.
Mit seinen Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden sieht Kia sich gut aufgestellt.
(Bild: Kia)

Redaktion: Betrachtet man die Neuzulassungen per September, steht Kia mit einem Rückgang von 11,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum besser da als der Gesamtmarkt, der um mehr 25 Prozent im Minus liegt. Wie haben Sie das geschafft?

Steffen Cost: Da gibt es verschiedene Faktoren. Dieser Erfolg ist sicher auch unserem Krisenmanagement geschuldet. Wir haben durch unsere Unterstützung in der Krise einerseits dafür gesorgt, dass wir im Netz keine Verluste zu beklagen hatten. Und wir haben andererseits Incentive-Programme losgetreten – auch im dritten Quartal übrigens – damit unsere Partner trotz der Krise ordentlich Aufträge schreiben konnten. Was dazu kommt: Die Liefersituation bei uns ist besser als bei dem einen oder anderen Wettbewerber. Es kamen sicher noch Auslieferungen von Aufträgen aus dem vergangenen Jahr hinzu, aber insgesamt hat sich unsere Orderbank kaum verändert. Das heißt, wir haben in etwa das ausgeliefert, was wir neu geschrieben haben. Und wir haben genau die richtige Modellpalette zur richtigen Zeit, sprich: Wir sind in Sachen alternative Antriebe gut aufgestellt und können die Fahrzeuge liefern, die gerade stark gefragt sind. Wir haben unseren Marktanteil insgesamt von 1,9 Prozent im vergangenen Jahr auf – per September – 2,3 Prozent gesteigert. Allerdings liegt unser Marktanteil bei Plug-in-Hybriden bei 4,4 Prozent, bei den rein elektrischen Fahrzeugen bei 4,3 Prozent.

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 Andreas Wehner

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Redakteur Newsdesk Automotive