Citroën verstärkt Internationalisierung

Neue Produkte für Schwellenmärkte

| Autor: Christoph Baeuchle

Mit dem C4 L will Citroën die Märkte Russland und China erobern.
Mit dem C4 L will Citroën die Märkte Russland und China erobern. (Foto: Citroën)

Citroën stellt sich internationaler auf: Ende Juni werde die DS-Linie auch in China eingeführt, teilte der französische Automobilhersteller mit. Gleichzeitig erweitert er seine Fahrzeugpalette mit zwei neuen Modellen, dem C-Elysée und dem C4 L. „Es ist ein starkes Statement von Citroën, sich auf den prosperierenden Märkten zu engagieren“, betont Citroën-Sprecher Stephan Lützenkirchen. Für den deutschen Markt seien die neuen Fahrzeuge nicht vorgesehen.

Für den französischen Autobauer ist dies ein wichtiger und notwendiger Schritt, um von der Entwicklung in Europa unabhängiger zu werden. Im vergangenen Jahr hatte Citroën 1,4 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft, davon rund eine Million Einheiten in Europa.

Um von der steigenden Nachfrage in China zu profitieren, erweitert Citroën seine Produktpalette auf beiden Seiten – mit dem C4 L im günstigen Segment und mit der DS-Linie bei teuren Produkten. „China ist so breit gefächert, dass es legitim ist, an beiden Enden des Angebots unterwegs zu sein“, begründet Lützenkirchen die Markenspreizung.

Im Rahmen der Internationalisierung will Citroën nun im Markt für Kompaktfahrzeuge punkten, der in Russland und China 43 Prozent beziehungsweise 79 Prozent Anteil ausmacht. Beide neuen Limousinen haben eine eigenständige Positionierung und sind für ihre jeweiligen Absatzmärkte konzipiert.

Die erschwingliche Stufenhecklimousine C-Elysée, das Schwesternmodell zum jüngst vorgestellten Peugeot 301, will der Autobauer als Familienfahrzeug positionieren. Neben dem Kofferraumvolumen von 506 Litern (nach VDA-Norm) soll das Auto mit Ausstattungen wie Klimaanlage mit Digitalanzeige, MP3-Radio und Bluetooth überzeugen.

Gebaut wird das Fahrzeug im spanischen Vigo. Bereits im kommenden Jahr will Citroën mehr als 30.000 Einheiten in Ländern wie der Türkei, Rumänien, Griechenland und Tschechien (exklusive China) verkaufen. 2014 soll der Absatz auf mehr als 100.000 Stück steigen, wenn das Auto auch in China angeboten wird.

Beim C4 L handelt es sich um die erste Entwicklung des Citroën-Designzentrums in Shanghai. Das Auto, das auf das obere C-Segment zielt, soll durch Technologien wie schlüsselloses Zugang- und Startsystem, Navigation mit Touch-Screen und Rückfahrkamera, komplett beheizbare Frontscheibe und Luftionisator für Kundeninteresse sorgen.

Vom C4 L will Citroën in Russland und in der Ukraine 40.000 Einheiten verkaufen. 80.000 Stück sollen es im ersten vollen Jahr sein. Der Jahresabsatz soll auf rund 120.000 Fahrzeuge steigen. Den C4 L produziert Citroën sowohl in Russland als auch in China.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 34256720 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Volvo: „Wir setzen unser Wachstum fort“

Volvo: „Wir setzen unser Wachstum fort“

Volvo elektrifiziert konsequent sein Modellportfolio. Der Wermutstropfen für die Händler ist: Bei den Stromern und Plug-in-Hybriden sinkt die Grundmarge. Geschäftsführer Thomas Bauch schildert, wie er das wettmachen will, und warum sich der Importeur strukturell neu aufstellt. lesen

Unternehmensfinanzierung: Auf sichere Beine stellen

Unternehmensfinanzierung: Auf sichere Beine stellen

Jeder Betrieb braucht eine sinnvoll geregelte Finanzierung, um das tägliche Geschäft betreiben zu können. Dabei sollte man nach Ansicht des Unternehmensberaters Carl-Dietrich Sander einige wichtige Grundsätze beachten. lesen