Juli-Neuwagenmarkt wieder im Plus

Zuwachs vor allem bei gewerblichen Zulassungen

| Autor: Andreas Wehner

(Foto: Wehner)

Der deutsche Pkw-Markt ist nach einem Knick im Vormonat im Juli wieder gewachsen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Montag mitteilte, wurden im vergangenen Monat rund 270.000 Autos neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Juli 2013. Ebenfalls positiv ist die Bilanz des kompletten bisherigen Jahres: Von Januar bis Juli wurden mit 1,81 Millionen Pkw 3 Prozent mehr neu registriert als im Vorjahreszeitraum.

Bei fast allen deutschen Marken schloss der vergangene Monat mit einem Plus. Porsche sticht einem Zuwachs von 40,8 Prozent im Vergleich zum Juli 2013 besonders heraus. Auch Audi (+12,1 %), BMW (+11,6 %) und VW (+10,4 %) erzielten Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich. Während Ford mit plus 7,9 Prozent noch über dem Durchschnitt lag, landete Opel mit einem Zuwachs von 5,5 Prozent etwas darunter. Mercedes konnte sich mit plus 0,3 Prozent immerhin noch leicht verbessern. Lediglich bei den Kleinwagenmarken lief es nicht so gut. Ein leichtes Minus gab es sowohl bei Smart (-0,2 %) als auch bei Mini (-1,4 %).

Neuzulassungen Januar - Juli 2014:
Gewinner und Verlierer

(Nur Marken mit mindestens 0,5 Prozent Marktanteil)
Hersteller Entwicklung vgl.
Jan.-Jul. 2013
Neuzulassungen
Jan.-Jul. 2014
Nissan +21,2 % 36.807
Mazda +20,9 % 32.569
Land Rover +18,8 % 9.256
Skoda +15,5 % 103.113
Porsche +11,6 % 15.251
   
Mitsubishi -4,6 % 12.302
Kia -5,1 % 32.581
Honda -10,6 % 12.468
Mini -10,9 % 18.922
Smart -15,1 % 14.299

Quelle: KBA

Bei den Importeuren stach vor allem Jeep heraus. Der Geländewagenspezialist verbuchte im Juli mit plus 65,5 Prozent den größten Zuwachs aller Marken. Auch Land Rover (+38,8 %) und Volvo (+35,3 %) konnten deutlich zulegen. Deutlich im Minus waren Lexus (-34,8 %) und Subaru (-26,4 %).

Im Juli 2014 wurden 38,2 Prozent der neuen Pkw auf private Halter zugelassen. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent auf 133,5 g/km zurück. 1,6 Prozent der neu zugelassenen Pkw waren mit alternativen Antriebsarten ausgestattet – darunter 2.196 mit Hybrid- und 597 mit Elektroantrieb. Der Anteil der Benziner liegt bei 49,5 Prozent.

„Der deutsche Markt hat sich im Juli recht erfreulich gezeigt“, sagte der Präsident der Verbands der Automobilhersteller (VDA) Matthias Wissmann. Allerdings sei der Zuwachs vor allem auf das lebhafte Geschäft der gewerblichen Zulassungen zurückzuführen. „Die privaten Neuzulassungen bleiben zwar noch hinter den Erwartungen zurück, doch gibt der steigende Auftragseingang aus dem Inland Hoffnung“, so Wissmann.

Die deutschen Autobauer haben ihre inländische Produktion im Juli ausgeweitet. Insgesamt rollten nach VDA-Angaben 533.400 Pkw von den Bändern – ein Zuwachs von 20 Prozent. Allerdings ist dieser Sprung nach oben auch statistisch bedingt: Im vergangenen Jahr lagen die Werksferien in vielen Fertigungsstätten im Juli, in diesem Jahr finden sie dagegen mehrheitlich im August statt. Seit Januar wurden in den deutschen Werken über 3,4 Millionen Pkw produziert (+8 %).

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