Deutscher Pkw-Markt im Höhenflug

Privatnachfrage zieht an

| Autor: Andreas Wehner

(Foto: Wehner)

Der deutsche Pkw-Markt hat im März kräftig zugelegt. 323.039 neu registrierte Fahrzeuge bedeuteten ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag mitteilte. Allerdings stand ein Arbeitstag mehr zur Verfügung als im März 2014.

Im gesamten ersten Quartal verbuchte das KBA 757.630 Neuzulassungen. Das entspricht einem Zuwachs von 6,4 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres 2014. „Das erste Quartal 2015 ist sehr positiv verlaufen. Die Nachfrage nach Neuwagen zeigt sich derzeit dynamisch. Erfreulich ist auch, dass die Verkäufe an private Kunden im März um knapp 5 Prozent gestiegen sind“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Das größte Wachstum im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielte im März Jeep mit einem Plus von 122,7 Prozent. Auch Suzuki legte kräftig zu und konnte seine Neuzulassungen nahezu verdoppeln (+99,3 %). Am deutlichsten im Minus lagen dagegen Jaguar (-30 %) und Nissan (-21 %).

Die deutschen Autobauer verzeichneten im vergangenen Monat teils kräftige Zuwächse. So steigerte Smart die Neuzulassungen im Vergleich zum März 2014 um 70,7 Prozent, Porsche legte um 53,2 Prozent zu. Auch Ford (+15,1 %), VW (+14,3 %) und Audi (+12,3 %) lagen zweistellig im Plus. Dagegen verbuchten Mini (+7,2 %), Mercedes (+4,6 %), Opel (+4,1 %) und BMW (+2,2 %) unterdurchschnittliche Zuwächse.

In der Segmentbetrachtung gab es im März in zwei Fahrzeugklassen Einbußen: So wurden 12,7 Prozent weniger Vans verkauft. Auch die Oberklasse lag um 3,6 Prozent im Minus. Alle anderen Segmente verbuchten gegenüber dem Vorjahresmonat einen Zuwachs. Besonders stark legten mit 44,4 Prozent die Wohnmobile zu. Im SUV-Segment verzeichnete das KBA ein Plus von 17,1 Prozent.

Über die Hälfte der neu registrierten Pkw waren Benziner (51,4 %). Dagegen waren 46,9 Prozent mit einem Dieselmotor ausgestattet. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß fiel mit 130,5 Gramm pro Kilometer um 3,3 Prozent geringer aus als vor einem Jahr.

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