Europa: Gesamtmarkt wächst – nur Premium hat es schwer

Mercedes, BMW und Audi im Minus

| Autor: Jens Rehberg

Porsche liefert aus.
Porsche liefert aus. (Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Der europäische Automarkt hat im April nach einem schwächeren Monat März wieder gut zugelegt. Die Gesamtzahl der Neuzulassungen in den Märkten stieg im Jahresvergleich um 9,6 Prozent auf rund 1,35 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband Acea am Donnerstag mitteilte. Damit hat Europa seit Jahresbeginn um 2,6 Prozent zugelegt.

Alle großen Länder konnten im April wachsen: In Spanien kamen 12,3 Prozent mehr Einheiten auf die Straße, in Großbritannien waren es 10,4 Prozent. Die französischen Pkw-Neuzulassungen wuchsen um 9 Prozent gefolgt von Deutschland mit 8 Prozent und Italien mit 6,5 Prozent.

Die europäische Monatsbilanz der deutschen Fabrikate fiel unterschiedlich aus: VW steht auf dem Papier mit einem Wachstum der Neuzulassungen von 13,8 Prozent am besten da – allerdings steckte die Volkswagen-Kernmarke vor einem Jahr auch noch deutlich tiefer in der Diesel-Krise. Porsche konnte – mit nunmehr einem Marktanteil in Europa von 0,6 Prozent – seinen Absatz im April um 12,7 Prozent steigern. Opel hat sich zumindest wieder etwas gefangen – mit knapp 73.000 Neuzulassungen hat die PSA-Tochter ein kleines Plus von 1,8 Prozent im letzten Monat geschafft.

Leicht zurückgegangen ist dagegen das Mercedes-Volumen (-0,2 %). Auch bei Audi ging es im April ein wenig abwärts (-1 %). Der Dritte im Premiumbunde – BMW – hat das deutlichste Minus in der europäischen Neuzulassungsentwicklung stehen (-3,1 %).

Rückläufiger US-Markt

Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) zudem mit Blick auf die Weltmärkte vermeldete, konnten China (12,6 %), Brasilien (+37,7 %) und Russland (+17,6 %) jeweils zweistellige Wachstumsraten für den April verzeichnen. Der indische (7,5 %) und japanische (+2,6 %) Pkw-Markt wuchsen einstellig. Lediglich in den USA ging das Neuzulassungsvolumen im vergangenen Monat etwas zurück (-5 %).

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