Ex-Mitarbeiter zeigt Tesla wegen geschönter Produktionszahlen an

Gefeuerter „Whistleblower“ keilt zurück

| Autor: Christoph Seyerlein

In Teslas Fabrik in Fremont kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen.
In Teslas Fabrik in Fremont kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen. (Bild: Tesla)

Der Streit zwischen Tesla und einem kürzlich gefeuerten Mitarbeiter geht in die nächste Runde. Nachdem der Autohersteller den Mann wegen des Verdachts auf Spionage nicht nur entlassen, sondern auch angezeigt hatte, schlägt dieser nun zurück. Wie mehrere Medien berichten, hat er nun seinerseits Tesla angezeigt – und zwar bei der US-Börsenaufsicht SEC. Der Vorwurf: Der Autobauer habe die Produktionszahlen für sein Model 3 falsch angegeben.

Um bis zu 44 Prozent soll Tesla die Werte der wöchentlichen Produktion nach oben korrigiert haben, gibt der Mann an. Schon als die Anzeige des Herstellers gegen ihn publik wurde, hatte er gesagt, ein Whistleblower zu sein, der „schlimme Dinge“ bei Tesla gesehen habe.

Jene Aussage unterstrich er nun noch einmal, indem er erneut darauf hinwies, dass Tesla beschädigte Batteriezellen in seinen Autos verbaue und allgemein auf Teile mit schlechter Qualität setze.

Der Ex-Mitarbeiter wird nun von der New Yorker Kanzlei Meissner Associates vertreten. Diese hatte in der Vergangenheit schon öfter Whistleblower als Klienten. Beispielsweise erhielt ein von Meissner vertretener Informant in einem Prozess gegen Monsanto 22 Millionen Dollar von der SEC für seine Enthüllungen.

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