BMW-Absatz: Starker Juni macht Rekord-Halbjahr perfekt

Mehr Engagement in China

| Autor: Andreas Wehner

Der BMW X3 soll im zweiten Halbjahr den Absatz antreiben
Der BMW X3 soll im zweiten Halbjahr den Absatz antreiben (Bild: BMW)

Anders als die beiden Konkurrenten Mercedes und Audi hat BMW im Juni mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Der Münchner Autobauer steigerte den Absatz seiner Kernmarke im vergangenen Monat um 4 Prozent auf 201.000 Fahrzeuge. Mercedes verkaufte im Juni mit 204.000 Einheiten zwar immer noch mehr Autos als BMW, musste im Vergleich zum Vorjahresmonat jedoch ein Minus von 2,6 Prozent hinnehmen. Bei Audi gingen die Verkäufe sogar um 3,8 Prozent auf 164.000 Autos zurück. Im gesamten ersten Halbjahr wuchs der Absatz von BMW-Fahrzeugen um 2 Prozent auf 1,059 Millionen Autos.

Über alle Marken hinweg verkauft der BMW-Konzern in den ersten sechs Monaten 1,243 Millionen Pkw, was einem Plus von 1,8 Prozent entspricht und einen neuen Rekord für diesen Zeitraum bedeutet. Davon entfielen 181.000 auf die Marke Mini (+0,1 %) und knapp 1.800 auf das Luxusfabrikat Rolls-Royce (+13,1 %).

„Mit unserer starken Absatzentwicklung im Juni haben wir 35 Wachstumsquartale in Folge erreicht und sind zuversichtlich, dass sich dieser Trend fortsetzen wird“, sagte BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota. Durch die hochlaufende Produktion des BMW X3 in China und Südafrika könne der Konzern die starke Nachfrage nach SUVs besser bedienen. „Damit sollte sich das zweite Halbjahr zunehmend positiv entwickeln“, erwartet Nota.

Sowohl in Europa (+1,2 %) als auch in Asien (+1,9 %) und in Amerika (+3,9 %) verzeichnete BMW von Januar bis Juni eine positive Absatzentwicklung. Im Juni musste der Autobauer in Asien jedoch ein Minus von 0,8 Prozent hinnehmen. Vor allem in Südkorea lief es mit minus 8,1 Prozent nicht gut. Aber auch auf dem wichtigen chinesischen Markt betrug das Wachstum im vergangenen Monat nur noch 0,7 Prozent.

Nichtsdestotrotz verstärkt BMW aktuell das Engagement in China. Wie am Donnerstag bekannt wurde, will der Autobauer bei seinem Joint Venture mit dem chinesischen Partner Brilliance, das die Fahrzeuge für den dortigen Markt produziert, den eigenen Anteil aufstocken. Das ist nach Lockerungen der chinesischen Beteiligungsregelungen möglich.

Zudem wird der Konzern künftig auch Mini-Fahrzeuge im Reich der Mitte bauen. Das Unternehmen hat dazu am Dienstag mit dem chinesischen Autobauer Great Wall die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens vereinbart, das künftig den vollelektrischen Mini produzieren. Das Elektroauto wird auch im Mini-Werk im britischen Oxford gebaut und startet 2019.

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