Volkswagen will WLTP-Rückstand „schnellstmöglich aufholen“

Starkes Auslieferungsplus im August in Europa

| Autor: Christoph Seyerlein

Die Verzögerungen bei der WLTP-Zertifizierung wird sich bei Volkswagen in den kommenden Wochen auswirken.
Die Verzögerungen bei der WLTP-Zertifizierung wird sich bei Volkswagen in den kommenden Wochen auswirken. (Bild: Volkswagen AG)

Wenig überraschend hat der Volkswagenkonzern im August wie schon seine Einzelmarken die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahresmonat steigern können. Mit 875.300 Einheiten lag der Konzern 6,8 Prozent über dem Niveau von 2017. Im Gesamtjahr kommt der Autobauer nach acht Monaten auf 7.302.500 Auslieferungen (+7,5 %).

Dass der August auf den ersten Blick positiv verlief, dürfte bekanntermaßen mit Sondereffekten wegen der Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP in Europa zu tun haben. Volkswagen hat vor dem Stichtag am 1. September viele nur nach NEFZ zertifizierte Autos zugelassen, da diese sonst keine Genehmigung mehr erhalten hätten. Und so fiel das Plus in Europa mit 21 Prozent auch am stärksten aus. In Südamerika steigerte sich der Konzern um 11 Prozent. In den wichtigen Regionen Nordamerika (-4,1 %) und China (-0,3 %) war der Absatz dagegen rückläufig.

In den nächsten Wochen dürfte es nun auch in Europa kompliziert werden. Vertriebsleiter Fred Kappler erwartet im September und Oktober weniger Auslieferungen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Verzögerungen bei den Auslieferungen schnellstmöglich wieder aufzuholen“, so Kappler. „Das bislang positive Jahresgeschäft wird uns helfen, die Auswirkungen der Umstellung auf WLTP insgesamt abzupuffern.“

Von den einzelnen Konzernmarken legte wie schon im gesamten Jahr Seat im August das zügigste Wachstumstempo hin. Die Spanier lieferten mit 41.300 Neuwagen satte 38,9 Prozent mehr aus als vor Jahresfrist. Aber auch die restlichen Pkw-Marken lagen im Plus (VW +3,7 %, Audi +10,9 %, Skoda +6,6 %, Porsche +23 %). In der Nutzfahrzeugsparte musst Volkswagen Nutzfahrzeuge dagegen einen Rückgang hinnehmen (-4,1 %), während MAN (+19,5 %) und Scania (+6,4 %) wuchsen.

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