Insolvenzzahlen steigen weiter leicht an

Entwicklungen gegen die Segmenttrends im ersten Halbjahr

| Autor: Andreas Grimm

(Foto: Grimm / »kfz-betrieb«)

Die Zahl der Pleiten im Kfz-Gewerbe ist im Juli wieder leicht gestiegen. Laut der jetzt vorliegenden jüngsten Auswertung des Statistischen Bundesamts (Destatis) mussten in dem Berichtsmonat 52 Betriebe ihre Zahlungsunfähigkeit anzeigen, das waren 2 Betriebe mehr als im Vorjahresmonat. Von den Insolvenzverfahren wurden 33 eröffnet, in 19 Fällen wurden sie mangels Masse abgewiesen. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf 17,5 Millionen Euro, betroffen waren 104 Angestellte.

In den ersten 7 Monaten 2018 sind damit 365 Betriebe in finanzielle Nöte geraten, 8 mehr als im Vorjahreszeitraum (+2,2 %). Damit entwickelt sich die Situation in der Kfz-Branche weiterhin schlechter als in der Wirtschaft insgesamt. Im Juli kletterte die Zahl der Pleiten über alle Branchen hinweg um 1,8 Prozent, die ersten 7 Monate zusammengenommen ist sie sogar rückläufig (-1,9 %).

Überraschend ist die Entwicklung der Insolvenzen in den einzelnen Zweigen der Kfz-Branche. So verbuchte das Destatis für den Kfz-Handel noch 21 Fälle, vier weniger als im Vorjahresmonat (-16 %). In diesem Bereich hatten die Fallzahlen im bisherigen Jahresverlauf deutlich zugenommen.

Anders bei den Werkstätten. Hier bewegten sich die Fallzahlen bislang auf dem Niveau des Vorjahres, doch im Juli wurden 15 Kfz-Betriebe zahlungsunfähig, während es vor einem Jahr nur 10 Fälle waren. Allerdings war nur noch je einer Autowaschanlage und Lackiererei das Geld ausgegangen statt je 3 im Vorjahresmonat.

Ebenfalls gegen den bisherigen Trend stellte sich die Lage im Teile- und Zubehörhandel dar, die sich zuletzt entspannt hatte: Im Juli mussten nun 14 Betriebe aufgeben, 7 waren es vor Jahresfrist. Unter den Zweiradbetrieben gab es keine Insolvenz. Vor einem Jahr waren es noch 2 gewesen.

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