Studie: Verkehrssituation in deutschen Großstädten entspannt sich etwas

2018 weniger Zeitverlust durch Staus als noch 2017

| Autor: Christoph Seyerlein

Am meisten Zeit in Deutschland verloren Autofahrer 2018 in Berlin.
Am meisten Zeit in Deutschland verloren Autofahrer 2018 in Berlin. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Verkehrssituation hat sich in allen deutschen Großstädten im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 entspannt. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der Informationsanbieter Inrix in seiner „2018 Global Traffic Scorecard“, die jährlich Stau- und Mobilitätstrends in mehr als 200 Städten und 38 Ländern identifiziert und bewertet.

Durchschnittlich haben deutsche Autofahrer demnach im zurückliegenden Jahr 120 Stunden im Stau verbracht. Die meiste Zeit ging in Berlin mit 154 Stunden verloren. Das waren aber immerhin fünf Prozent weniger als noch 2017. Auf Platz zwei folgte München (140 Stunden, -3 %), am drittschlimmsten war es in Hamburg (139 Stunden, -3 %).

Die am dichtesten befahrene Straße in Deutschland war 2018 die B96 in Berlin zwischen Tempelhof und dem Halleschen Tor. Dort betrug die tägliche Verspätung für Autofahrer sieben Minuten. Ähnlich verkehrsreich ging es auf der B4/B75 in Hamburg (Hittfelder Landstraße bis Bei den Mühren) und der Budapester Straße in Berlin mit jeweils 6 Minuten Verspätung pro Tag zu.

Inrix setzt sich zudem damit auseinander, wie viel Geld die Staus den Autofahrern kosten. Laut der Auswertung betrugen die direkt durch Staus verursachten Kosten in Berlin bis zu 1.340 Euro pro Fahrer. In München (1.218 Euro) und Hamburg (1.212 Euro) lag die finanzielle Belastung ebenfalls im vierstelligen Bereich.

Weltweit liegt Berlin nur auf Platz 40

Im internationalen Vergleich können sich die deutschen Autofahrer übrigens noch halbwegs glücklich schätzen. Dort liegt Berlin nur auf Platz 40 der staureichsten Städte. Platz eins ging 2018 an Bogotá mit 272 Stunden Zeitverlust. Es folgten Rom (254 Stunden) und Dublin (246).

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