WLTP 2: Autoindustrie will ohne Lieferengpässe auskommen

Nächste Verschärfung tritt zum 1. September in Kraft

| Autor: dpa

Und auch Audi sieht sich diesmal gut gewappnet. Die Änderungen seien wesentlich kleiner als 2018. Audi hat inzwischen ein Drittel mehr Prüfkapazitäten. Die Anzahl der Motor-Getriebe-Varianten wurde um ein Drittel verringert auf annähernd 170. Und nicht alle müssen diesmal tatsächlich auf den Prüfstand: Viele erfüllen schon seit der Umstellung 2018 auch die neuen Anforderungen, dann können die Genehmigungen umgeschrieben werden. Fast alle Varianten von Audi seien schon zugelassen, erklärte Rügheimer. Der Rest soll in wenigen Wochen folgen. Ähnlich sieht es bei VW aus.

WLTP Teil 2 „hält die Hersteller in Atem – der VDA rechnet aber nicht mit signifikanten Freigabeverzögerungen wie im vergangenen Jahr“, heißt es beim Spitzenverband der Industrie.

Auf europäischer Ebene wird inzwischen bereits über Euro 7 diskutiert – vielleicht mit Grenzwerten für Lachgas, Brems- und Reifenabrieb. Der ADAC rechnet aber frühestens 2021 mit einem neuen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission.

Euro 6a, 6b, 6c und 6d , 6d-TEMP, 6d-TEMP-EVAP, jetzt Euro 6d-TEMP-EVAP-ISC und 6d-ICS-FCM: Die vielen, kurz hintereinander folgenden Normen sind nicht nur für die Hersteller sehr aufwendig, sondern haben auch bei den Autofahrern „zu großer Verwirrung und Unverständnis geführt“, kritisiert der Autoclub.

WLTP wurde bislang nur in Europa umgesetzt

Immerhin erhält heute jeder Autokäufer in Europa vom Hersteller den CO2-Wert seines individuellen Autos. So sieht er, wie ein Panoramadach, eine Anhängerkupplung oder 22-Zoll-Reifen das Gewicht, den Luftwiderstand und damit den Spritverbrauch erhöhen.

Das ist nicht überall so. WLTP heißt zwar „weltweit einheitliches Leichtfahrzeug-Testverfahren“ und wurde von einer UN-Behörde entwickelt, im Auftrag der EU. Aber umgesetzt wurde es nur in Europa. In Amerika und Asien erschwert ein Normensalat den Autobauern das Geschäft.

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