WLTP-Sondereffekt bringt Audi nahe an Mercedes heran

Neuzulassungsplus von 10,9 Prozent

| Autor: Christoph Seyerlein

Vor allem in den USA war der Audi Q5 im August stark gefragt.
Vor allem in den USA war der Audi Q5 im August stark gefragt. (Bild: Audi)

Audi hat seine Neuzulassungen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat zweistellig steigern können. Wie der Hersteller am Montag in Ingolstadt mitteilte, lieferte er im zurückliegenden Monat weltweit 153.900 Neuwagen aus – 10,9 Prozent mehr als im August 2017. Im Gesamtjahr liegt Audi mit 1.268.550 Einheiten nun um 5,5 Prozent über dem eigenen Vorjahresniveau.

Die VW-Tochter hat sich damit zuletzt deutlich besser entwickelt als Mercedes-Benz. Die Schwaben dominierten in der jüngeren Vergangenheit das Premium-Segment teils nach Belieben, aktuell geht es aber wieder deutlich enger zu. Im August kam Audi wie schon im Juli der Daimler-Tochter ganz nahe, der Mercedes-Absatz fiel mit 155.918 Einheiten nur unwesentlich höher aus. Die Zahlen des dritten deutschen Premium-Herstellers BMW liegen noch nicht vor.

Besonders stark wuchs Audi im August in Europa (+21,5 %). Hier sollte man allerdings im Hinterkopf behalten, dass der zurückliegende Monat der letzte war, in dem Hersteller und Handel noch Autos zulassen konnten, die nicht nach WLTP zertifiziert sind und keine Sondergenehmigung erhalten. Da der Volkswagen-Konzern allgemein Schwierigkeiten mit der Umstellung auf die neue Prüf-Norm hat, dürfte eine nicht unerhebliche Zahl der Audi-Zulassungen auf dem Kontinent Eigenzulassungen gewesen sein.

Moderater fiel das Plus der VW-Tochter in den beiden anderen großen Weltmärkten aus. In China legte Audi um sechs Prozent zu, in den USA um 5,5 Prozent.

In den kommenden Monaten rechnet Audi mit weniger Dynamik, gerade da die Sondereffekte in Europa nun auslaufen. „Mit zunehmender Leerung der Lager flaut der Trend nun wieder ab“, heißt es dazu wörtlich in einer Audi-Mitteilung. Der kommissarische Vorstandsvorsitzende Bram Schot sagte dazu: „Wir haben die schwierigen nächsten Monate mit der Umstellung auf WLTP weiter im Blick.“

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