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WLTP-Umstellung ist kein Thema in Russland

| Autor: Andreas Grimm

Ein Wachstum der Neuzulassungen um 11 Prozent ist für russische Verhältnisse derzeit eher wenig. Während in Resteuropa das WLTP-Fieber grassierte, sorgten in Russland Spontankäufe aus Währungsgründen für das Absatzplus.

(Foto: Pixabay)

Der russische Neuwagenmarkt ist weiter auf Wachstumskurs, wenn auch die Zuwächse geringer werden. Im August kletterten die Neuzulassungen der Pkw und leichten Nutzfahrzeuge um 11 Prozent auf 147.388 Einheiten, meldet die Vereinigung europäischer Unternehmen in Russland (AEB).

Damit bleibt das Zulassungsplus deutlich hinter der Jahresentwicklung zurück. Kumuliert legte der Markt seit Jahresstart um 16,2 Prozent zu, bis Ende August kamen 1,14 Millionen Neufahrzeuge auf die Straßen.

Letztlich gilt das Sprichwort „Andere Länder, andere Sitten“ damit auch für das Autogeschäft, denn die WLTP-Umstellung war für den russischen Neuwagenmarkt kein Thema. „Beeinflusst wurde das Zulassungsplus eher durch „Spontankäufe der Kunden vor dem Hintergrund der jüngsten Abschwächung des Rubel-Wechselkurses“, erklärt Jörg Schreiber, Vorsitzender der Autobauer-Vereinigung im AEB.

Er rechnet aber auch für die kommenden Monate mit einem anhaltenden Absatzplus, da die geplante Mehrwertsteuererhöhung ab Januar 2019 die Nachfrage im Einzelhandel bis zum Jahreswechsel befeuern werde.

Kia wächst und wächst

Im Markenranking rückt Kia immer näher an Marktführer Lada heran. Während der heimische Hersteller im August nur unterdurchschnittlich um 9 Prozent zulegte (im Gesamtjahr +18 %), steigerte Kia die Zulassungen um 25 Prozent (Gesamtjahr 28 %). Auf Platz drei liegt Hyundai (+4 %/+20 %) vor Renault und Toyota. Die anderen heimischen Marken GAZ und UAZ entwickelten sich ebenfalls deutlich schwächer als der Markt.

Rückenwind hat der Volkswagenkonzern mit seinen Marken VW (+20 %/+21%) und Skoda (+34 %/+27 %), die deutlich überdurchschnittlich wuchsen. Audi (+1 %/-10 %) hat dagegen wie in anderen Teilen der Welt auch auf dem russischen Markt Probleme.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«