Corona-Regeln Wohl keine 2G-Pflicht in der Werkstatt

Von Doris Pfaff

Ob die von Bund und Ländern beschlossene 2G-Regel auch für das Werkstattgeschäft bei Mischbetrieben gilt, hängt von den jeweiligen Corona-Schutzverordnungen der Länder ab. Wahrscheinlich wird es für Servicekunden keine Beschränkung geben.

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Absperrungen zwischen Werkstätten und Verkaufsflächen werden angesichts der neuen 2G-Regeln wohl nicht erforderlich sein. Sollten aber Werkstattkunden in den Schauraum wollen, müssen sie genesen oder geimpft sein.
Absperrungen zwischen Werkstätten und Verkaufsflächen werden angesichts der neuen 2G-Regeln wohl nicht erforderlich sein. Sollten aber Werkstattkunden in den Schauraum wollen, müssen sie genesen oder geimpft sein.
(Bild: Auto Diewald)

Hinsichtlich der jüngst von den Ministerpräsidenten der Länder beschlossenen 2G-Regel für den Einzelhandel herrscht im Kfz-Gewerbe Unsicherheit: Soll diese bei einem gemeinsamen Eingang zum Autohaus auch für Werkstattkunden angewendet werden?

Die Rechtsabteilung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) verweist dazu auf die Corona-Schutzverordnungen, die die Länder entsprechend der Bund-Länder-Beschlüsse noch anpassen müssen. „Wir gehen davon aus, dass sie für Werkstattkunden in Mischbetrieben nicht gilt“, sagt Stefan Laing aus der Rechtsabteilung. Allerdings müsste die Umsetzung durch die Länder abgewartet werden.

Gleich nach Besuchsgrund fragen

Deshalb müssten die Mitarbeiter die Kunden gleich beim Betreten des Autohauses nach ihrem Besuchsgrund fragen. Wollen sie nur in die Werkstatt, gilt keine Beschränkung. Kommt durch dieselbe Tür jedoch ein Autohauskunde, um sich ein Fahrzeug anzusehen, muss er geimpft sein.

Bereits in der Vergangenheit, insbesondere während der Phasen mit harten Corona-Beschränkungen, hatte die unterschiedliche Behandlung von Autohauskunden (Einzelhandel) und Werkstattkunden (Dienstleistung/Handwerk) sowohl bei Verbrauchern als auch bei Beschäftigten von Kfz-Betrieben für Verwirrung und Unverständnis gesorgt. Das könnte nun wieder auf das Kfz-Gewerbe zukommen.

Im Zweifel 2G

Einige Handwerkskammern haben den Werkstätten in Mischbetrieben empfohlen, im Zweifel bis zur Klärung die 2G-Regel anzuwenden – also nur Kunden zu bedienen, die entweder vollständig geimpft oder genesen sind. Ausnahmen von der 2G-Regel gelten für Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen dürfen.

Die Länder dürften die Corona-Schutzverordnungen in Kürze anpassen. Reine Kfz-Werkstätten sind von diesem Problem ausgenommen, da die 2G-Regel nicht für das Handwerk gilt.

In Baden-Württemberg sind keine Kontrollen am Eingang erforderlich

Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, hält die Anwendung nicht für problematisch. Denn in sogenannten Hotspots des Landes gelte in Baden-Württemberg ohnehin auch in Autohäusern schon die 2G-Regel.

Eine Kontrolle am Eingang oder gar Absperrungen seinen bislang nicht nötig, da die Kunden an unterschiedlichen Schaltern bedient würden. „Wenn sich ein Autohauskunde anstellt, muss er gleich nach dem 2G-Nachweis gefragt werden“, sagt Beuß.

Für den reinen Werkstattkunden, der zur Serviceannahme gehe, gebe es keine Einschränkungen. Aber: Sollte dieser Kunde anschließend über die Verkaufsflächen schlendern, müsse er kontrolliert werden.

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