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Wolfgang Hatz kommt auf Kaution frei

| Autor: Andreas Grimm

Nach neunmonatiger Untersuchungshaft kann sich der ehemalige Audi-Chefmotorenentwickler Wolfgang Hatz wieder frei bewegen. Allerdings nur in Deutschland. Zuvor musste er eine Millionenkaution hinterlegen.

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Der frühere Audi- und Porsche-Manager Wolfgang Hatz (Archivbild) ist wieder in Freiheit.
Der frühere Audi- und Porsche-Manager Wolfgang Hatz (Archivbild) ist wieder in Freiheit.
(Foto: Porsche)

Der frühere Chef-Motorenentwickler von Audi und spätere Porsche-Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz hat die Untersuchungshaft nach neun Monaten verlassen. Allerdings musste der Manager eine Kaution von drei Millionen Euro hinterlegen und seinen Pass abgeben, schreibt der „Spiegel“ in seiner Onlineausgabe.

Weiterhin darf der 59-Jährige nicht mit anderen Beteiligten an dem Dieselskandal in Kontakt treten, schreibt die Nachrichtenagentur „Reuters“ mit Verweis auf die Münchner Staatsanwaltschaft. Es bestünden zudem weiterhin dringender Tatverdacht gegen Hatz sowie Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Anders sieht es bei seinem früheren Vorgesetzten aus. Der beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler bleibt im Zuge der Ermittlungen zur Abgasaffäre weiter in Untersuchungshaft.

Hatz war wegen des Abgasskandals erst beurlaubt worden, 2016 musste er dann gehen. Im September 2017 wurde er schließlich verhaftet. Der Anwalt von Hatz betonte, dass sein Mandant die Vorwürfe im Zusammenhang mit den Abgasmanipulationen stets bestritten habe. Die jetzige Freilassung sei „aus einer Reihe von Gründen dringend geboten gewesen“, wird der Anwalt von „Spiegel“ zitiert. Hatz darf Deutschland allerdings nicht verlassen und muss sich regelmäßig bei der Polizei melden.

Hatz war zum Zeitpunkt seiner Verhaftung der bis dahin prominenteste Manager, der in der Diesel-Affäre festgesetzt wurde. Vor ihm war Giovanni Pamio in Untersuchungshaft gekommen, ehemals Chef der Thermodynamik von Audi. Der Italiener hatte bis November 2017 vier Monate im Gefängnis gesessen.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«