Elektronische Registrierkassen ZDH fragt Aufwand bei den Betrieben ab

Autor: Doris Pfaff

Die Umstellung auf die seit Januar 2020 vorgeschriebenen sicheren elektronischen Kassen lief alles andere als reibungslos. Wie stark die Umstellung die Unternehmen belastet, fragt der ZDH jetzt in einer Umfrage ab.

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Um elektronische Kassen besser vor Manipulationen zu schützen, müssen sie mit zertifizierten Sicherheitssystemen nachgerüstet werden.
Um elektronische Kassen besser vor Manipulationen zu schützen, müssen sie mit zertifizierten Sicherheitssystemen nachgerüstet werden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Wie hoch ist der Aufwand, was hat die Umstellung an Zeit und Geld gekostet? Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) führt eine Online-Umfrage zum Thema Kassenumstellung durch. Hintergrund ist die gesetzlich Verpflichtung, Registrierkassen mit einer zertifizierten technischer Sicherheitseinrichtung (TSE) aufzurüsten, die seit dem 1. Januar 2020 besteht.

Mit der Umfrage möchte der ZDH die Belastung der Betriebe und die für sie angefallenen Bürokratiekosten dokumentieren. Die Umfrage läuft bis zum 30. September 2021.

Der ZDH hofft auf eine rege Teilnahme. Denn nur mithilfe umfassender Daten können die Bürokratiekosten, die bei der Kassenführung entstehen, verlässlich eingeschätzt werden. Und dies sei wichtig für die Umsetzung der aktuellen Vorgaben und auch für zukünftigen Verordnungs- und Gesetzgebungsverfahren, so der ZDH.

Ärger und Kosten bei der Umstellung

Hintergrund der TSE-Nachrüstung für Kassen ist das seit 1. Januar 2020 geltende Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen. Ziel des Gesetzgebers ist, nachträgliche Manipulationen an Kassenaufzeichnungen zu verhindern. Weil aber zunächst keine zertifizierten TSE-Systeme zur Verfügung standen, war den Betrieben durch die jeweiligen Regelungen ihrer Bundesländer mehrfach eine Fristverlängerung gewährt worden, um ihre Kassensysteme aufrüsten zu können.

Teilweise mussten die Betriebe diese jedes Mal selbst bei ihrem zuständigen Finanzamt beantragen, in manchen Bundesländern wurde die Frist auch automatisch verlängert. Zum 31. März 2021 ist die sogenannte Nichtbeanstandungsreglung für die Umrüstung von TSE-Kassen ausgelaufen. Einige Finanzverwaltungen hatten keine erneute Ausnahmen erlaubt.

Der ZDH und andere Verbände hatten das Verfahren mehrfach kritisiert, weil Systeme und Angebote fehlten. Zudem traf die eingeforderte Umstellung die Betriebe inmitten der Coronakrise.

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik