Förderung von Plug-in-Hybriden ZDK appelliert an Wirtschaftsminister Habeck

Von Nick Luhmann

In einem Brief an Wirtschaftsminister Robert Habeck bittet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) darum, die von ihm vorgebrachten Vorschläge zur Änderung des Umweltbonus zu bedenken. Würden ab 2023 keine Plug-in-Hybride mehr gefördert, widerspräche das zudem dem Koalitionsvertrag, so der ZDK.

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Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, will die Föderung von Plug-in-Hybriden bereits ab Januar 2023 einstellen. An sich war eine längere Förderung geplant.
Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, will die Föderung von Plug-in-Hybriden bereits ab Januar 2023 einstellen. An sich war eine längere Förderung geplant.
(Bild: Dominik Butzmann)

Plug-in-Hybride weiter fördern, Bestelldatum statt Zulassung als Basis für den Förderantrag: Diese Forderungen zur geplanten Neugestaltung der E-Auto-Förderung hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erneut bekräftigt.

In einem Brief an den Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, weist ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn darauf hin, dass die geplante Einstellung der Förderung von Plug-in-Hybriden ab Anfang 2023 dem Koalitionsvertrag widerspreche. „Sowohl unsere Betriebe als auch deren Kundinnen und Kunden empfinden das als schweren Vertrauensbruch“, so Peckruhn. Wer solch ein Fahrzeug bestelle, gehe fest davon aus, in den Genuss der ausgelobten staatlichen Fördermittel zu gelangen.

Vorschläge bislang ignoriert

Nach Überzeugung des ZDK-Vizepräsidenten ließe sich Vertrauen auch dadurch schaffen, dass für die Förderbedingungen das Datum der verbindlichen Bestellung gelten würde. So sei das Problem der langen Lieferfristen gut zu bewältigen. Der ZDK habe dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) detailliert dargelegt, wie eine missbrauchssichere und praktikable Lösung aussehen könnte. Diese Vorschläge seien bisher leider ignoriert worden.

Peckruhn kritisierte, dass die vorgestellten Pläne zur Änderung der E-Auto-Förderung insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes unbegreiflich seien. „Viele Kunden möchten gern elektrisch fahren, brauchen aber auch ein langstreckentaugliches Fahrzeug“, so Peckruhn. Dies zeige sich bei den Verkaufszahlen der Plug-in-Hybride.

„Die Förderung kann zum Beispiel davon abhängig gemacht werden, mit welchem Anteil ein Plug-in-Hybrid im Batteriebetrieb gefahren wird. Das lässt sich bei allen neuen Fahrzeugen problemlos auslesen“, so Peckruhn. Daher bittet der ZDK-Vizepräsident den Minister darum, die Argumente und Alternativvorschläge des Verbands im Zuge der anstehenden Abstimmungen zwischen den Ressorts zu berücksichtigen.

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