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ZDK: Dieselnachrüstung bundesweit fördern

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Der Markt macht nicht an der Stadtgrenze halt. Entsprechend wirken sich Emissionsgrenzen und Fahrverbote bundesweit aus. Der ZDK fordert von den Herstellern eine flächendeckende Förderung der Nachrüstung älterer Diesel, statt durch regionale Begrenzungen einen Flickenteppich zu schaffen.

(Bild: ZDK)

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert die Automobilhersteller auf, die Hardware-Nachrüstung von Euro 5-Dieseln flächendeckend zu unterstützen. „Es macht wenig Sinn, die Förderung der Umrüstmaßnahmen auf die 15 Städte und deren Grenzregionen zu beschränken, die von Grenzwertüberschreitungen bei Stickoxiden betroffen sind“, so ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. Das führe zu einem regionalen Ungleichgewicht bei Handel und Verbrauchern.

Schließlich wirkten sich der Dieselbetrug und -schmu sowie die Luftverschmutzung nicht nur auf einzelne Regionen aus. „Der Handel mit gebrauchten Fahrzeugen macht vor Emissionsgrenzen nicht halt“, so Karpinski weiter. Deutschland in einen Flickenteppich unterschiedlicher Regionen bezüglich der Nachrüstförderung aufzuspalten, sei ein nicht nachvollziehbarer Anachronismus, der an die Zeiten der Kleinstaaterei des 19. Jahrhunderts erinnere.

Unterdessen wächst der Markt für die Diesel-Nachrüstung: Ende Juli erteilte das Kraftfahrtbundesamt zunächst dem Anbieter Dr. Pley die Freigabe für sein Nachrüstset für Volvo-Modelle. Kurz danach gab die Behörde grünes Licht für eine Nachrüstlösung für Mercedes-Fahrzeuge. Mitte der Woche hat das KBA die Betriebserlaubnis für Systeme des Technologieanbieters Baumot gegeben, die sich für mehr als 60 Modelle aus dem VW-Konzern eignen.

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