ZDK-Index: Stolperstart ins laufende Jahr

Autohäuser und Werkstätten blicken zuversichtlich aufs zweite Quartal

| Autor: Christoph Baeuchle

Klares Signal: Positionspapier des ZDK-Vorstands zum Diesel.
Klares Signal: Positionspapier des ZDK-Vorstands zum Diesel. (Bild: Promotor)

Der Start ins Jahr 2019 ist für Autohäuser und Werkstätten eher schlecht verlaufen. Die Kfz-Betriebe bewerten den Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2019 deutlich schlechter als die Entwicklung zwölf Monate zuvor. Das zeigt der ZDK-Geschäftsklimaindex: Die Gesamtpunktzahl – Neuwagen, Gebrauchtwagen, Service – hat mit 91,5 Punkten den schlechtesten Wert für ein Startquartal seit 2015 erreicht.

Mehr als jeder vierte Betrieb (28,1 %) beurteilt die aktuelle Geschäftslage in den ersten drei Monaten als schlecht. Lediglich jeder zweite Teilnehmer der Umfrage (50,4 %) spricht von einem saisonüblichen Geschäft. Gut jeder fünfte Betrieb (21,5 %) bewertet die aktuelle Situation immerhin als gut.

Der aktuelle ZDK-Geschäftsklimaindex im Detail. Zum Vergrößern bitte anklicken.
Der aktuelle ZDK-Geschäftsklimaindex im Detail. Zum Vergrößern bitte anklicken. (Bild: ZDK)

Die negative Einschätzung spiegelt sich in allen drei Geschäftsfeldern wider, bei allen haben sich die Anteile der negativen Bewertungen erhöht. So schätzt fast ein Viertel der befragten Betriebe (24,7 P%) die aktuelle Werkstattauslastung im ersten Quartal als „schlecht“ ein. Vor einem Jahr lag dieser Wert lediglich bei 16,5 Prozent.

Ähnliche Verschiebungen gibt es bei den Verkäufen: Das Geschäft mit Gebrauchtwagen läuft für knapp ein Drittel schlecht (31,6 %, Vorjahr: 23,8 %), und den Verkauf von Neufahrzeugen bewerten 27,8 Prozent negativ (Vorjahr: 17,7 %).

Hoffen auf das zweite Quartal

Immerhin ist die Einschätzung des zweiten Quartals etwas optimistischer. Der Indexwert über alle drei Geschäftsbereiche hinweg liegt bei 107,3 Punkten und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (107,5 Punkte).

Allerdings entwickeln sich hier die Erwartungen für die einzelnen Segmente uneinheitlich: Nahezu die Hälfte (48,1 %) der teilnehmenden Betriebe rechnet im Servicesegment mit einem besseren Geschäft als im ersten Quartal (Vorjahr: 42,7 %), bei Neuzulassungen hoffen 31 Prozent auf bessere Geschäfte (Vorjahr: 30,1 %).

Dagegen sind die Händler beim Gebrauchtwagengeschäft zwar noch relativ optimistisch, aber skeptischer als zwölf Monate zuvor: In dem Segment gehen 29 Prozent der Betriebe von Zuwächsen aus, im Vorjahr waren es 32,6 Prozent.

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