Initiative für synthetische Kraftstoffe ZDK ist Mitglied der E-Fuel-Alliance

Von Doris Pfaff

Der ZDK ist nun Mitglied der E-Fuel-Alliance. Die Initiative verschiedener Interessengruppen verfolgt das Ziel, in Deutschland die Produktion synthetischer Kraftstoffe voranzutreiben, die auch in Pkw eingesetzt werden können.

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Das Start-up Synhelion – ebenfalls Mitglied der E-Fuel-Alliance – nutzt Hochtemperatur-Solarwärme, um aus CO2 und Wasser synthetische Treibstoffe wie Solarbenzin, Solardiesel und synthetisches Flugbenzin herzustellen.
Das Start-up Synhelion – ebenfalls Mitglied der E-Fuel-Alliance – nutzt Hochtemperatur-Solarwärme, um aus CO2 und Wasser synthetische Treibstoffe wie Solarbenzin, Solardiesel und synthetisches Flugbenzin herzustellen.
(Bild: Synhelion)

Mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) als neues Mitglied hat die E-Fuel-Alliance weiter an Gewicht gewonnen. Ziel der E-Fuel-Alliance ist es, möglichst rasch Rahmenbedingungen für die industrielle Produktion von synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien zu schaffen. Der ZDK hatte sich bereits mehrfach für die Herstellung von E-Fuels für den Straßenverkehr ausgesprochen und eigene Initiativen dazu gestartet.

„Wenn wir die Klimaziele im Straßenverkehr erreichen wollen, muss der Bestand an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren in die Strategie zur CO2-Minderung einbezogen werden. Weltweit sind das aktuell rund 1,4 Milliarden Pkw, davon in Deutschland rund 46 Millionen. Sie ließen sich mit klimaneutral hergestellten E-Fuels betreiben, auch als Beimischung zu Benzin- oder Dieselkraftstoff“, begründete ZDK-Präsident Jürgen Karpinski den Beitritt des Verbands.

Die Politik dürfe das Thema nicht weiter auf die lange Bank schieben. „Um synthetischen Kraftstoff schon bald verfügbar zu haben, bedarf es des politischen Willens, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen: mit starken Anreizen, aber insbesondere auch mit Planungssicherheit für Investoren, um Anlagen für die Herstellung dieser Kraftstoffe errichten zu können. Dafür setzen wir uns mit den Partnern in der E-Fuel-Alliance nachdrücklich ein“, betonte Karpinski.

Über den Beitritt des ZDK, der die Interessen von um die 36.000 Mitgliedsbetrieben vertritt, freute sich Ralf Diemer, Geschäftsführer der E-Fuel-Alliance. „Synthetische Flüssigkraftstoffe sind eine ausgezeichnete Alternative zu konventionellen Kraftstoffen und damit hervorragend geeignet, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor entscheidend und kostengünstig zu reduzieren“, sagte er.

Der Krieg in der Ukraine führe zudem sehr deutlich vor Augen, dass Deutschland in seiner Energieversorgung diverser und resilienter werden müsse. Um die Energieversorgung sicherer, unabhängiger und kostengünstiger zu machen, seien E-Fuels unverzichtbar. Diehm: „Je eher die politischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, desto früher kommen wir diesen gemeinsamen Zielen näher.“

Die E-Fuel-Alliance setzt sich für die industrielle Produktion von synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien ein. Zu den 170 Mitgliedern gehören verschiedene Interessengruppen, Unternehmen und Organisationen, unter anderem Start-ups wie Synhelion, Siemens Energy, Bosch, Mazda, Neste, Liebherr und der ADAC. Ziel der Initiative ist die Anerkennung von E-Fuels als wesentlicher Baustein einer europäischen, technologieoffenen Klimaschutzpolitik. Auf europäischer Ebene setzt sich die Allianz für Rahmenbedingungen ein, die einen Markthochlauf von E-Fuels ermöglichen.

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