ZDK prognostiziert 15.000 E-Autos in diesem Jahr

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Grimm

Elektroautos wecken – bislang – das Interesse der Kunden kaum. Daran ändert sich auch 2017 nichts. Erst im nächsten Jahr kommt es nach Einschätzung des Verbands zu „nennenswerten Zuwächsen“.

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Bisher sind E-Autos nur eine Randerscheinung. Der ZDK erwartet aber einen baldigen Nachfrageschub.
Bisher sind E-Autos nur eine Randerscheinung. Der ZDK erwartet aber einen baldigen Nachfrageschub.
(Bild: Renault)

Die Nachfrage nach Elektroautos steigt auch 2017 nur langsam. „Wir rechnen für dieses Jahr mit einem Absatz von rund 15.000 rein batteriebetriebenen Fahrzeugen“, sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski auf der Jahrespressekonferenz des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Berlin. Im vergangenen Jahr waren 11.400 E-Autos neu auf die deutschen Straßen gekommen.

Größer ist die Nachfrage nach Hybridautos. Der ZDK erwartet, dass 2017 rund 55.000 Hybridfahrzeuge, davon etwa 22.000 Plug-in-Hybride, einen Käufer finden. Im vergangenen Jahr waren es knapp 48.000 Hybridfahrzeuge.

„Bezogen auf die Elektromobilität wird 2017 ein weiteres Jahr des Übergangs“, ist Karpinski überzeugt. „Bei den rein mit Batterie betriebenen Varianten wird es wohl erst ab dem Jahr 2018 zu nennenswerten Zuwächsen kommen, da für diesen Zeitraum zahlreiche neue Modelle mit deutlich erhöhten Reichweiten angekündigt worden sind.“

Dies ist aus Sicht des Verbandes die entscheidende Komponente. Denn dass der Verbraucher grundsätzlich für Prämien empfänglich ist, hat er im Rahmen der Umweltprämie 2009 gezeigt. Wenn die staatliche Unterstützung bei Elektroautos nicht zieht, hat dies aus Sicht von ZDK-Vizepräsident Ulrich Fromme einen Hintergrund.

„Wir fahren morgen nicht elektrisch und auch übermorgen nicht. Der Kunde kauft nicht ein Elektroauto wegen 5.000 Euro vom Staat. Das holt den Kunden nicht aus dem Keller hervor“, ist Fromme überzeugt. Vielmehr würden die Kunden eine Reichweite von 400 Kilometer und eine schnelle Aufladung erwarten. Zudem müsse die Infrastruktur stimmen.

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