Kfz-Verbrauchs- und Emissionswerte ZDK rät Autohandel dringend zu zusätzlichen Angaben

Autor: Doris Pfaff

Bis die neue Pkw-Energieverbrauchs- kennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) vorliegt, sollen Autohändler in ihren Verkaufsräumen und auf Onlineportalen neben den bisherigen Verbrauchs- und Emissionswerten ihrer Fahrzeuge zusätzlich auch die WLTP-Werte angeben.

Die neue Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung des Bundes ist noch nicht in Kraft getreten. Bis dahin sollen Autohändler durch zusätzliche Fahrzeugangaben die Verbraucher informieren.
Die neue Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung des Bundes ist noch nicht in Kraft getreten. Bis dahin sollen Autohändler durch zusätzliche Fahrzeugangaben die Verbraucher informieren.
(Bild: Dena)

Seit 1. Januar müssen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union dafür sorgen, dass für neue Pkws, die ausgestellt und zum Kauf oder zum Leasing angeboten werden, mit Verbrauchs- und Emissionsangaben nach dem neuen Prüfzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) geworben wird.

In Deutschland ist die dazu nötige neue Pkw-EnVKV allerdings noch nicht in Kraft getreten. An der Novellierung werde noch gearbeitet, deshalb komme es zu Verzögerungen. Darauf hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuge (ZDK) Ende Dezember in einem Schreiben hingewiesen.

Bis die neue Verordnung vorliegt, sollen Autohändler deshalb wie gewohnt die NEFZ-Werte (Neuer Europäischer Fahrzyklus) verwenden, und zwar auf dem Label am Fahrzeug, auf dem Aushang im Autohaus und in der Werbung.

BMWi hat Formblätter erarbeitet

Zusätzlich sollen Autohändler aber auch die WLTP-Werte angeben. Das BMWi empfiehlt, für diese Informationen ein einheitliches und neutrales Format zu benutzen. Dieses sollte ab Anfang Januar 2021 neben dem Fahrzeug oder in dessen unmittelbarer Nähe so angebracht werden, dass es nicht zu einer Verwechselung mit dem weiter geltenden Pkw-Label führen kann.

Entsprechende Formblätter, auch für die unterschiedlichen Antriebskonzepte, hat das BMWi erarbeitet.

Es gibt Muster für:

  • Pkw-Neuwagen mit Verbrennungsmotor (Kraftstoff: Benzin E5, Diesel, Autogas)
  • Pkw-Neuwagen mit Verbrennungsmotor (Kraftstoff: CNG)
  • Pkw-Neuwagen als Plug-in-Hybrid (Kraftstoff: anderer Energieträger/Strom)
  • Pkw-Neuwagen mit Elektroantrieb
  • Pkw-Neuwagen mit Brennstoffzelle

Das ZDK rät den Händlern „dringend, die Empfehlung des BMWi (schnellstmöglich) im Betrieb und in der Werbung umzusetzen“. Weitere Infos und die Formblätter bietet der ZDK für Mitglieder im Intranet.

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 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik