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ZDK: Seismograf der Branche

| Autor / Redakteur: Die Fragen stellte Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Auf der IAA fehlen nicht nur zahlreiche Importeure, sondern auch der ZDK. Präsident Jürgen Karpinski erläutert die Gründe und zeigt auf, warum die Frankfurter Messe für die Branche dennoch von großer Bedeutung ist.

Jürgen Karpinski, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes.
Jürgen Karpinski, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes.
(Bild: Promotor)

Jürgen Karpinski: Die IAA wandelt sich genauso, wie sich unsere Mobilität wandelt. Das Automobil wird darin auch in ferner Zukunft eine wichtige Rolle spielen als Teil einer komplex vernetzten Infrastruktur. Fragen des Umweltschutzes bedingen die Einführung alternativer Antriebsarten. Diese und viele andere Themen werden auf der IAA in den Fokus gerückt. Trotzdem ist es natürlich sehr bedauerlich, dass mehr als 20 Automobilmarken nicht präsent sind. Man wird sehen, ob sich das auf die Besucherzahlen auswirkt. Denn die Menschen wollen die Faszination Auto und auch ihre Marke erleben. Trotzdem spielt die IAA als Seismograf für die Branchenentwicklung und damit auch für das Kraftfahrzeuggewerbe nach wie vor eine wichtige Rolle.

Sind die Veränderungen der IAA Vorboten für Veränderungen, die auch in den stationären Handel Einzug halten?

Das eine muss vom anderen getrennt gesehen werden. Es gibt unterschiedlichste Gründe der Hersteller und Importeure, nicht zur IAA zu kommen. Die Veränderungen im Automobilhandel sind ja längst im Gang, wie die Debatten über neue Verträge und leider auch über Vertriebskanäle am Handel vorbei zeigen. Das sind wichtige Themen in den Fabrikatshändlerverbänden und im ZDK. Für uns ist unabdingbar: Der Handel muss in neue Vertriebsstrategien eingebunden werden und am Wandel partizipieren.