Suchen

ZDK-Spitze trifft Verkehrsminister Scheuer

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Es hat lange gebraucht, bis auch Verkehrsminister Andreas Scheuer auf die Hardware-Nachrüstung älterer Diesel einschwenkte. Nun hat er im Gespräch mit ZDK-Spitzenvertretern bestätigt, dass die Rahmenbedingungen noch 2018 veröffentlicht werden.

Firmen zum Thema

Diesel-Nachrüstung kommt: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer
Diesel-Nachrüstung kommt: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer
(Bild: Rui Cardoso/BMVI)

Die Kriterien für die Hardware-Nachrüstung älterer Dieselfahrzeuge sollen noch in diesem Jahr definiert werden. Das hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einem persönlichen Gespräch mit ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk am 12. Dezember in Berlin bekräftigt. Wenn die vorgegebenen NOx-Grenzwerte mit dem nachgerüsteten Hardware-System eingehalten würden, könne es freie Fahrt in die Verbotszonen geben.

Die ZDK-Spitzenvertreter begrüßten es, dass die Hardware-Nachrüstung nun Teil des Konzepts für saubere Luft in den Städten sei. Verkehrsminister Scheuer hatte sich lange gegen die Nachrüstung gewehrt.

Spitzentreffen: (v.li.) ZDK-Präsident Jürgen Karpinski, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk.
Spitzentreffen: (v.li.) ZDK-Präsident Jürgen Karpinski, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk.
(Bild: Rui Cardoso/BMVI)

In dem Gespräch hatten Karpinski und Hülsdonk noch einmal auf die Bedeutung der Hardware-Nachrüstung auch für das Kraftfahrzeuggewerbe hingewiesen. Ein verbindlicher Rechtsrahmen sei notwendig, damit insbesondere die Euro-5-Diesel in Privatbesitz sowie in den Beständen des Handels umweltverträglicher gemacht und im Wert stabilisiert werden könnten.

ZDK-Präsident Karpinski wies darauf hin, er habe Signale von zahlreichen Händlern erhalten, dass man gegebenenfalls bereit sei, für die Hardware-Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen eigene Mittel aufzubringen.

Auch viele tausend Autofahrer hätten gegenüber dem Handel, aber auch bei Herstellern von Nachrüstsystemen ihr Interesse an einer Hardware-Nachrüstung bekundet. Minister Scheuer zeigte Verständnis für die Situation des mittelständischen Kraftfahrzeuggewerbes und betonte, dass mit der anstehenden Nachrüst-Regelung ein weiterer Weg zur Lösung der beschriebenen Problemlage geebnet werde.

(ID:45657039)