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ZDK will technologieoffene Förderung von Treibstoffen

| Autor: Christoph Baeuchle

Der ZDK fordert, technologieoffen in die Zukunft zu gehen. Statt einseitig Batterieautos zu unterstützen, sollten auch synthetische Kraftstoffe sowie Wasserstoff gefördert werden.

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Statt sich einseitig auf Batteriefahrzeuge festzulegen, sollten E-Fuels und Wasserstoff stärker berücksichtigt werden.
Statt sich einseitig auf Batteriefahrzeuge festzulegen, sollten E-Fuels und Wasserstoff stärker berücksichtigt werden.
(Bild: Continental)

Mit Blick auf das von der Bundesregierung angekündigte Klimapaket hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) gefordert, Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Fahrzeugen technologieoffen zu fördern.

Anreize für Batteriefahrzeuge, die ihre Stärke im Kurzstreckenverkehr haben, sind aus Sicht des Verbands zwar sinnvoll, reichen aber nicht aus. Bei längeren Strecken und schweren Lasten seien andere Antriebskonzepte vorteilhafter. Dazu zählt der ZDK auch den Verbrennungsmotor.

„Mit klimaneutral hergestellten synthetischen Kraftstoffen stünde sofort der gesamte Bestand von über 52 Millionen Pkws und Nutzfahrzeugen für den Abbau der CO2-Belastung zur Verfügung“, sagte Jürgen Karpinski. Aus Sicht des ZDK-Präsidenten kann den E-Fuels durch Einsatz von Fördermitteln zu wettbewerbsfähigen Preisen verholfen werden. Für E-Fuels müsse auch keine neue Ladeinfrastruktur geschaffen werden, da das bestehende Tankstellennetz genutzt werden könne.

Mit Blick auf die Zukunft hält der ZDK-Präsident den mittels Wasserstoff und Brennstoffzelle angetriebenen Elektromotor hinsichtlich Gewicht, Reichweite und Betankungsdauer für die technologisch überlegene Lösung. „Langfristig ist Geld für die Ausrüstung von Tankstellen mit Wasserstoffsäulen wesentlich sinnvoller angelegt als für die Schaffung fußballfeldgroßer Elektroladeparks entlang der Bundesfernstraßen“, sagte Karpinski weiter.

Der ZDK unterstütze deshalb auch die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Altmaier zur industriellen Herstellung klimaneutral erzeugten Wasserstoffs. Damit schlage man laut Karpinski zwei Fliegen mit einer Klappe, weil der Wasserstoff sowohl für den Brennstoffzellenantrieb als auch für die Herstellung synthetischer Kraftstoffe genutzt werden könne.

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