Ersatzteile Zehn Jahre Ersatzteilversorgung könnten gesetzliche Pflicht werden

Von Jan Rosenow

Der Bundestag beschäftigt sich mit einer Petition, nach der Autohersteller gesetzlich verpflichtet werden sollen, für mindestens zehn Jahre Ersatzteile vorzuhalten. Diese sind davon nicht begeistert – und auch das zuständige Ministerium zeigt wenig Interesse für das Thema.

Kommt die Zehn-Jahres-Frist als Gesetz, dann würde der Lager- und Logistikaufwand für Autohersteller und ihre Händler deutlich ansteigen.
Kommt die Zehn-Jahres-Frist als Gesetz, dann würde der Lager- und Logistikaufwand für Autohersteller und ihre Händler deutlich ansteigen.
(Bild: Jens Distelberg)

Der Petitionsausschuss des Bundestags hat einen Antrag befürwortet, nach dem Automobilhersteller gesetzlich verpflichtet werden sollen, mindestens für zehn Jahre Ersatzteile vorzuhalten. Dies ist zwar heute bei vielen Herstellern gelebte Praxis, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Zudem fordert der Petent eine verpflichtende und gesicherte Ersatzteillieferung innerhalb von vier Wochen.

Zur Begründung seiner Angabe verwies der Antragsteller auf Daten von Automobilclubs, denen zufolge jeder dritte Autofahrer schon einmal mehr als zwei Wochen auf ein Ersatzteil habe warten müssen. In jedem zehnten Fall sei gar keine Lieferung erfolgt. Angesichts der aktuellen Lieferschwierigkeiten bei Ersatzteilen sind selbst diese Erfahrungen längst obsolet – »kfz-betrieb« liegen Aussagen von Kfz-Unternehmern vor, die von teils monatelangen Rückständen berichten, vor allem bei Komponenten für neuwertige Fahrzeuge.