ZF Sachs: Im Oldtimer durch Franken

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Seit 15 Jahren lockt die Sachs Franken Classic an Pfingsten Oldtimerbegeisterte aus ganz Deutschland an. An der 500-Kilometer-Ausfahrt beteiligten sich in diesem Jahr zwei »kfz-betrieb«-Teams.

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Der Tross der Sachs Franken Classic macht Station im Kurpark von Bad Brückenau.
Der Tross der Sachs Franken Classic macht Station im Kurpark von Bad Brückenau.
(Foto: Grimm)

Mit einem Großaufgebot an Helfern ist über Pfingsten die 15. Auflage der Oldtimer-Rallye Sachs Franken Classic in Unterfranken über die Bühne gegangen. In dem 175 Autos umfassenden Starterfeld waren auch zwei Teams von »kfz-betrieb«, um das zunehmend wichtige Geschäftsfeld Oldtimer aktiv zu erleben. Beide Teams waren gut aufgehoben, starteten doch neben klassischen Privatfahrern auch Autohändler, z.B. BMW Köhler aus Karlstadt, oder Oldtimer-Händler, wie etwa Matthias Knödler aus Erlangen oder Harry Utesch aus Fellbach.

Die Sachs Franken Classic wird seit 1999 gefahren, baut allerdings auf der Sachs Rallye Franken auf, die als klassische Motorsport-Rallye von 1977 bis 1992 ausgerichtet worden war. Über all die Jahre hinweg steht als Hauptsponsor der Automobil-Zulieferer und Aftermarket-Lieferant Sachs hinter dem automobilen Großereignis.

Sachs Franken Classic 2014
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Auch die Tatsache, dass das Schweinfurter Traditionsunternehmen seit einigen Jahren zu ZF Friedrichshafen gehört, hat daran nichts geändert. Im Gegenteil: Werner Balandat, Leiter des Standorts Schweinfurt, fuhr selbst im Starterfeld mit. Und Dr. Stefan Sommer, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG, war persönlich am Sonntagabend anwesend, um den Siegern der Rallye während der Prämierung im Regentenbau von Bad Kissingen zu gratulieren.

Zu diesem Zeitpunkt lag hinter den Teilnehmern eine rund 500 Kilometer lange Oldtimerfahrt durch die schönsten Regionen Unterfrankens. Die von der Organisationsleitung um Karlheinz Schott ausgearbeitete Strecke führt jedes Jahr von Bad Kissingen aus in andere Städte und Orte im Norden Bayerns, dieses Jahr unter anderem nach Lohr und Würzburg, Volkach, Werneck und Schweinfurt. Gleichzeitig geht es aber auch abseits größerer Straßen durch Fluren, Wälder und Dörfer – Strecken, die selbst ortskundigen Fahrern immer wieder neue Erkenntnisse über ihre Heimat liefern. Insgesamt sind rund 500 Helfer am Gelingen der Rallye beteiligt.

Pfingstsamstag und Pfingstsonntag setzte sich der Tross morgens in Bad Kissingen in Bewegung, um erst abends wieder zurückzukehren. Allerdings geht es während der Fahrt nicht in erster Linie um Geschwindigkeit, sondern um Geschicklichkeit. Die Fahrerteams müssen bestimmte Streckenabschnitte, mal wenige Meter, mal viele Kilometer, in einer bestimmten Zeit absolvieren, die mit modernen Zeitmessgeräten auf die Hundertstelsekunde genau gemessen wird. Aus den Abweichungen von der Sollzeit errechnet sich dann die Platzierung.

Auch die Teams von »kfz-betrieb« stellten sich den Aufgaben, übrigens wie schon vor zwei Jahren. Es starteten als „Team Grün“ Technikredakteur Steffen Dominsky und Copilotin Ute Jaxtheimer (»kfz-betrieb«-Sonderprodukte) in einem viperngrünen Golf I, Baujahr 1977. Als „Team Orange“ waren Gunther Schunk, Kommunikationschef von Vogel Business Media, und Andreas Grimm, Ressort Nachrichten »kfz-betrieb«, mit einem Opel GT, Baujahr 1969 dabei. Während es Team Grün souverän ins Ziel schaffte, musste Team Orange am zweiten Tag mit einem gerissenen Kupplungsseil aufgeben, das mit Bordmitteln an der Strecke nicht zu reparieren war.

Trotz des Teilausfalls ist für beide Teams wie für viele andere Teilnehmer ein erneuter Start wohl sicher. Der Fahrspaß, der im Slogan „Fahren wie Gott in Franken“ zum Ausdruck kommt, entschädigt für die Strapazen der diesjährigen Ausfahrt. Angesichts von Temperaturen bis 36 Grad wurde es manchen Fahrern und Copiloten in Cabrios wie in den geschlossenen Fahrzeugen zuweilen recht heiß ohne die aus den Alltagsfahrzeugen gewohnte Klimaanlage. Die Rekordtemperaturen brachten zugleich die Kühlung zahlreicher Motoren an den Rand ihrer Möglichkeiten.

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