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ZF: Tschüss Handbremshebel

Autor: Jakob Schreiner

Der Zulieferer hat die erste elektrische Parkbremse (EPB) für die Vorderachse entwickelt. Das System soll in Klein- und Kleinstwagen in Serie gehen und dort den Handbremshebel überflüssig machen.

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Der klassische Handbremshebel ist bereits in vielen Fahrzeugen der Ober-, Mittel- und Kompaktklasse einem kleinen Kippschalter gewichen. Das könnte künftig auch in Kleinst- und Kleinwagen so sein.
Der klassische Handbremshebel ist bereits in vielen Fahrzeugen der Ober-, Mittel- und Kompaktklasse einem kleinen Kippschalter gewichen. Das könnte künftig auch in Kleinst- und Kleinwagen so sein.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

ZF macht den Handbremshebel künftig auch in Klein- und Kleinstwagen überflüssig. Der Zulieferer hat laut eigenen Aussagen die erste elektrische Parkbremse (EPB) für die Vorderachse entwickelt. Das System soll zunächst in Korea und China den Serienstart feiern. Um welche Hersteller und Fahrzeugmodelle es sich dabei handelt, verrät das Unternehmen aber noch nicht.

Der sperrige Handbremshebel soll dann einem kleinen Kippschalter weichen, der längst in Fahrzeugen der Ober-, Mittel- und Kompaktklasse Einzug erhalten hat. Das soll gerade in Kleinwagen Platz und mehr Freiheit im Innenraum schaffen.

Am Bremssattel sind nur wenige Modifikationen nötig, um die Feststellfunktion dort unterzubringen.
Am Bremssattel sind nur wenige Modifikationen nötig, um die Feststellfunktion dort unterzubringen.
(Bild: ZF)

Neben der klassischen Parkbremsfunktion kann künftig auch eine Berganfahrhilfe realisiert werden oder die Auto-Hold-Funktion das Fahrzeug im Stau oder Stadtverkehr auf Position halten. Laut ZF erhöht sich durch die höhere statische Lastverteilung an der Vorderachse die Sicherheit beim Abstellen des Fahrzeugs.

Wartungsaufwand sinkt

Die EPB an der Vorderachse macht viele Bauteile der manuellen Parkbremse an den Trommel- oder Scheibenbremsen der Hinterachse überflüssig und erfordert nur geringe Anpassungen an den vorderen Bremssätteln. Gleichzeitig lassen sich alle notwendigen elektronischen Komponenten und Softwareanwendungen in das bestehende ESC-Steuergerät integrieren. Zudem entfällt das Gewicht der manuellen Parkbremse an der Hinterachse.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik