Urteil Zukauf muss nicht offenbart werden

Von RA Joachim Otting

Der Handel ist derzeit krisenbedingt darauf angewiesen Gebrauchtwagen zuzukaufen. Aber ist das offenbarungspflichtig? Mit dieser Frage beschäftigte sich das OLG Frankfurt.

Wer beim Fahrzeugankauf auf zuverlässige und seriöse Quellen baut, ist auf der sicheren Seite.
Wer beim Fahrzeugankauf auf zuverlässige und seriöse Quellen baut, ist auf der sicheren Seite.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der Zukauf von Gebrauchtwagen ist üblich im Autohandel. Wer seinen Fahrzeugbestand attraktiv gestalten will, für den ist der Zukauf tägliche Praxis. Angesichts der momentanen Situation auf dem Automobilmarkt bleibt Händlern auch gar nichts anderes übrig, als sich bei Kollegen oder auf Remarketingplattformen zu bedienen. Aber ist das offenbarungspflichtig? Mit dieser Frage beschäftigte sich das OLG Frankfurt.

Die Richter hatten es mit einem Käufer zu tun, der auf der Suche nach einem Rücktrittsgrund auf ein Urteil des BGH stieß. Dort heißt es: „Der Verkäufer eines Gebrauchtwagens muss den Käufer darüber aufklären, dass er das Fahrzeug kurze Zeit vor dem Weiterverkauf von einem nicht im Kraftfahrzeugbrief eingetragenen ‚fliegenden Zwischenhändler‘ erworben hat.“ (BGH, Urteil vom 16.12.2009, Az. VIII ZR 38/09)