Zukaufen, verwalten, vermarkten

Das Handelsmodul der Einkaufsgenossenschaft Automobile (EGA)

23.06.2009 | Redakteur: Elvira Minack

Das Handelstool ist das Herzstück des EGA-Net.
Das Handelstool ist das Herzstück des EGA-Net.

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Seit der Gründung der Einkaufsgenossenschaft Automobile (EGA) im Jahr 2001 haben die Inhaber ihr praxisgerechtes Angebot von Händlern für Händler ständig erweitert und verbessert – immer unter der Prämisse, die Partner zu unterstützen, ihnen dabei jedoch genügend Freiheiten zu lassen, sich als Mehrmarkenhändler zu profilieren.

Über die Jahre hat sich die Genossenschaft zu einem Anbieter aller Leistungen für ein Autohaus entwickelt – ähnlich den Angeboten, die Hersteller ihren Vertragspartnern machen. Mit dem Unterschied, dass die Interessen der einzelnen Händler im Vordergrund stehen.

Das Herzstück der EDV in einem Autohaus ist der Verkäuferarbeitsplatz. Das wissen auch die Macher der EGA. Nur logisch, dass das Herzstück von EGA-Net das Handelsmodul ist, ein Verkäuferarbeitsplatz für alle Prozessschritte rund um den Gebrauchtwagen.

Große Auswahl aller Marken

Die 170 Partner der Genossenschaft können auf über 15.000 Autos aller Marken, jeden Alters und jeder Preisklasse zugreifen. Alle sind einheitlich dargestellt, sodass die Händler keine Schwierigkeiten bei der Angebotserstellung haben.

Die B2B-Börse hat gegenüber den gängigen Börsen drei wichtige Vorteile:

  • Preistransparenz
  • Einheitliche Datenbasis
  • Sicher erkennbare Verfügbarkeit

Doch das Modul ist nicht nur ein großer Marktplatz. Es bietet den Partnern zudem alles, was sie für eine erfolgreiche Verwaltung der Fahrzeugdaten benötigen.

Dazu gehören alle notwendigen B2B- und B2C-Verträge genauso wie interne Reparatur- oder Zulassungsaufträge. Per Klick können sie ausgedruckt oder als PDF versandt werden.

Der Aufwand für jeden Händler ist minimal. Der Vorzug gegenüber anderen Systemen ist, dass jedem Händler alle Fahrzeugdaten zur Verfügung stehen, er also die Fahrzeuge seiner Kollegen wie seine eigenen behandeln kann.

Ein Formularmanager sorgt zudem dafür, dass die Kunden keine unnötigen Wartezeiten haben. Per Knopfdruck lässt sich die Rechnung erstellen; schnelle Rechnung heißt letztendlich schneller Geldfluss. Und das ist im Sinne der Liquidität ein wichtiger Fakt.

Schutz vor Ausfallrisiken

Seit Neuestem bietet EGA seinen Partnern ein Treuhandkonto an, um sie vor Ausfallrisiken zu schützen. Die Händler zahlen auf dieses Konto den Kaufpreis. Nach der Übernahme des Fahrzeugs und der Fahrzeugpapiere zahlt die EGA per Blitzüberweisung den Kaufpreis aus. Das Ganze kostet 39 Euro pro B2B-Verkauf – das ist günstiger als eine Bankgarantie, flexibler als ein Scheck und sicherer als Bargeld.

Zum Handelsmodul gehört auch der interne Fahrzeugkauf „Car-Broking“. Er macht es zum Beispiel möglich, für einen Kunden ein Wunschauto zu suchen und es dann beim EGA-Kollegen zuzukaufen. Das erspart Standtage und sorgt für höhere Umschlagszahlen. EGA schult auf Wunsch die Verkäufer für den perfekten Umgang mit diesem virtuellen Fahrzeugverkauf.

EGA-Partner zu sein, heißt jedoch nicht, auf das EGA-Net beschränkt zu sein. Im Gegenteil: Alle Fahrzeugdaten können in Echtzeit an eigene Homepages oder Börsen weitergegeben werden. Es ist außerdem möglich, automatisch individuelle Preisabschläge, z.B. für B2B-Preise, zu wählen. Auch statistische Angaben können die Händler abrufen.

Selbstverständlich gehört auch ein Archiv für alle virtuellen Fahrzeugakten zum Modul. Hier kann der Händler alle Fahrzeugbriefe, Gutachten oder Reparaturrechnungen hinterlegen. Alle verkauften Fahrzeuge bleiben dauerhaft dort. Das Archiv ist von jedem Arbeitsplatz aus und zu jeder Zeit verfügbar.

Zusatzerträge eingeplant

Wichtige Zusatzerträge erzielen Autohändler heutzutage aus Finanzierungen und Garantien. Ein perfektes Handelskonzept muss auch dafür gewappnet sein. EGA hat das bedacht und sowohl einen Finanzierungs- als auch einen Versicherungsrechner integriert. Verträge für Garantien sind ebenfalls hinterlegt. Eine „Garantie plus“ für Jahres- und Gebrauchtwagen sorgt für Kundenbindung. Selbst einen Happy-Wheel-Räderservice kann der Autohaus-Mitarbeiter auf Knopfdruck bestellen. Der große Vorteil bei all diesen Angeboten ist: Alle Zusatzdienste kann der Nutzer aus dem gleichen System generieren. Das geht schnell, ist logisch und steigert das Vertrauen bei den Kunden.

Wer nicht wirbt, stirbt bekanntlich – deshalb haben die EGA-Verantwortlichen ihr Angebot mit Werbemitteln abgerundet. Auch die können die Händler via Internet erstellen und bestellen. Ohne unnötigen „Schreibkram“ selektiert der Händler von seinem Verkäuferarbeitsplatz aus die Fahrzeuge, die er mit einem Prospekt bewerben will, und gibt die Daten weiter. Außerdem kann er Werbemittel zu speziellen Themen wie z.B. Umweltprämie elektronisch bestellen.

Mit all diesen Angeboten unterstützt EGA ihre Händlerpartner dabei, den Markt älterer Fahrzeuge erfolgreich zu bearbeiten und ihre Erlössituation zu verbessern.

Die Jury für den Innovationspreis war der Meinung: Ein solch umfangreiches und ausgefeiltes Konzept wie das der EGA sucht seinesgleichen. Elvira Minack

 

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