Nutzfahrzeuge Zulassungszahlen gehen europaweit nach oben

Autor: Andreas Grimm

Der Nutzfahrzeugmarkt in Europa erholt sich schrittweise. Im Mai gingen die Neuzulassungen fast 50 Prozent nach oben. Trotzdem liegt der Markt noch deutlich hinter dem Vorkrisenniveau zurück.

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Der Nutzfahrzeugmarkt in Europa nimmt weiter Fahrt auf – von Bestzeiten ist er aber noch deutlich entfernt.
Der Nutzfahrzeugmarkt in Europa nimmt weiter Fahrt auf – von Bestzeiten ist er aber noch deutlich entfernt.
(Bild: Daimler)

Die Nutzfahrzeugnachfrage in Europa zieht an. Im Mai wurden laut dem Herstellerverband ACEA in den Staaten der EU, der Efta und in Großbritannien 205.184 neue Transporter, Lkw und Busse zugelassen. Das waren 66,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In Deutschland liegt die Entwicklung im Mai mit einem Plus von 46,4 Prozent etwas unter dem EU-Durchschnitt.

Damit hat sich die Wachstumsrate wieder ein Stück weit normalisiert. Im April hatte die Wachstumsrate noch bei 180 Prozent gelegen. Allerdings war der Nutzfahrzeugmarkt im April des Vorjahres auch in der Corona-Krise stark eingeschränkt gewesen – die hohe Wachstumsrate entsprechend auch ein statistischer Effekt. Im Mai des Vorjahres hatte sich die Lage bereits wieder etwas normalisiert.

Die Bilanz der ersten fünf Monate fällt ebenfalls positiv aus: 1,05 Millionen Neuzulassungen entsprechen einem Plus von 48,5 Prozent. Damit erholte sich der Nutzfahrzeugmarkt weiter und stieg den vierten Monat in Folge.

Besonders gefragt waren im Mai schwere Lkw. Sie legten um 78 Prozent auf 23.809 Neuzulassungen zu. Stärkstes Segment waren erneut die Transporter bis 3,5 Tonnen mit 173.268 Einheiten und einem Zuwachs von 66 Prozent. Den geringsten Zuwachs verzeichnet weiterhin das Bus-Segment mit einem Anstieg um 32 Prozent auf gerade mal 2.299 Einheiten.

Die größten europäischen Nutzfahrzeugmärkte im Mai waren Frankreich (39.738 Einheiten) vor Großbritannien (33.443 Einheiten) und Deutschland (30.190 Einheiten). Die höchsten prozentualen Zuwächse der großen Märkte verzeichnete Großbritannien (+274 %) vor Spanien (+90 %).

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 Andreas Grimm

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Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«