Auto1.com Zweite Chance für Verkäufer nach gescheiterter Auktion

Autor: Andreas Grimm

Die Plattform Auto1.com hat einen neuen Dienst gestartet. Künftig können Anbieter und der Höchstbietende nach einer Aktion direkt und digital weiterverhandeln, wenn der geforderte Mindestpreis nicht erreicht wird.

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Nach der Auktion kommt die Verhandlung: Auto1.com hat einen digitalen Verhandlungskanal für Einlieferer und Höchstbietende geöfffnet.
Nach der Auktion kommt die Verhandlung: Auto1.com hat einen digitalen Verhandlungskanal für Einlieferer und Höchstbietende geöfffnet.
(Bild: Auto1.com)

Die Gebrauchtwagen-Handelsplattform Auto1.com erweitert ihre Funktionen. Wie das Unternehmen mitteilte, sind künftig digitale Preisverhandlungen möglich. Über diese Funktion sollen Einlieferer und Höchstbietende rein digital, anonym und innerhalb weniger Minuten über den Endpreis verhandeln können. Der Zusatzdienst bezieht sich auf Fahrzeuge, wenn in einer 24-Stunden-Auktion das Gebot des Höchstbietenden noch unter den Preisvorstelllungen des Einlieferers liegt.

Künftig kann der Einlieferer dem Höchstbietenden nun über Auto1.com ein Gegenangebot senden und einen neuen Preis vorschlagen. Der Kaufinteressent kann dann direkt auf das neue Angebot reagieren. Mit dieser Funktion will die Plattform laut Mitteilung „den B2B-Gebrauchtwagenhandel noch effizienter gestalten“, sprich die Chance verbessern, Restposten schnell zu vermarkten. Der neue Service steht allen Händlern zur Verfügung.

Der interessierte Höchstbietende hat dann 24 Stunden Zeit, das Gegenangebot des Einlieferers anzunehmen, abzulehnen, zu stornieren oder seinerseits ein finales Gegenangebot mit einem neuen Preis vorzuschlagen, der über dem vorherigen Gebot liegen muss. Sowohl der Einlieferer als auch der Höchstbietende haben jeweils nur einmal die Möglichkeit, ein Gegenangebot abzuschicken, um langwierige Verhandlungen zu vermeiden.

Die Kommunikation läuft digital über das Remarketing-Dashboard der Plattform. „Das ist fast wie eine Live-Verhandlung und trägt zu mehr Abschlüssen bei“, erwartet Denis Belan, Director of Remarketing Germany. Für den Fall, dass sich Einlieferer und Höchstbietender nicht auf einen Endpreis einigen, kann der Einlieferer die Fahrzeugauktion erneut starten.

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 Andreas Grimm

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Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«