Bundesbildungspreis würdigt beste Ausbilder
Die Autohäuser Beresa und Wicke leisten die beste Ausbildungsarbeit. Sie wurden als Preisträger Auf dem Bundesbildungskongress des Kfz-Gewerbes geehrt.
Die Sieger des Bundesbildungspreises 2009 heißen Beresa aus Münster sowie Autohaus Wicke aus Bochum. Den in diesem Jahr zum ersten Mal vergebenen Sonderpreis für die beste Zusammenarbeit einer Innung des Kfz-Gewerbes mit einer Berufsschule sprach die Jury der Kooperation zwischen der Innung Berlin und dem Oberstufenzentrum Kraftfahrzeugtechnik Berlin zu.
Den Bundesbildungspreis verleiht das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) gemeinsam mit »kfz-betrieb« und den Ausbildungsjournalen »autoFACHMANN« und »autoKAUFMANN« alle zwei Jahre. Er geht an Betriebe, die sich durch eine herausragende Ausbildungsarbeit auszeichnen. Die Siegerehrung fand traditionell auf dem Bundesbildungskongress des Kfz-Gewerbes in Bad Wildungen statt.
Damit die Wertung möglichst fair ist, treten die Bewerber je nach Größe in zwei Gruppen an: Betriebe mit mehr als 60 Mitarbeitern (Kategorie I) und bis zu 60 Beschäftigten (Kategorie II). Die Nürnberger Versicherungsgruppe, Shell Deutschland und Würth unterstützten den Wettbewerb.
Hohe Ausbildungsleistung im Gewerbe
Viele Betriebe des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes bilden hervorragend aus. Das zeigten die Bewerbungsunterlagen für den Bundesbildungspreis 2009. Wicke (Kategorie II) und Beresa (Kategorie I) hoben sich in ihren Kategorien dennoch vom restlichen Teilnehmerfeld ab, weil sie ihre Auszubildenden schon früh mit anspruchsvollen Aufgaben betrauen.
Beide Unternehmen fördern ihren Berufsnachwuchs intensiv, damit dieser die Aufgaben sicher bewältigen kann. Obwohl beide Betriebe in ihrer Region als gute Ausbilder bekannt sind, werben sie zudem ständig für die Autoberufe und halten Kontakt zu Schulen und Schulabgängern.
Best-Practice aus den Siegerbetrieben
Beresa zum Beispiel hat in seinem Unternehmen ein „High-Potential-Programm“ für Auszubildende etabliert. Die High-Potentials profitieren auf vielfältige Weise von ihrem großen Engagement und ihrer guten Arbeit: Sie dürfen zum Beispiel an speziellen Trainings und Workshops teilnehmen. In Projekten erarbeiten sie Konzepte, zum Beispiel für die Events zur Einführung eines neuen Fahrzeugmodells.
Auch im Autohaus Wicke dürfen die Azubis in zahlreichen Projektarbeiten immer wieder zeigen, was in ihnen steckt. Zum Beispiel nutzt das Autohaus beim Teilegeschäft inzwischen intensiv den Online-Marktplatz Ebay. Die Idee dazu kam von den Azubis, die den Online-Shop nun auch selbständig führen. Das Autohaus ist dadurch zu einem der größten Versender von Teilen und Zubehör innerhalb der VW-Organisation geworden.
Sonderpreis für Berufsschulen
Den Sonderpreis zur Zusammenarbeit der Innungen mit den Berufschulen schrieben das Deutsche Kfz-Gewerbe und Vogel Business Media in diesem Jahr zum ersten Mal aus. Der Grund liegt auf der Hand, denn für eine gute Nachwuchsarbeit ist nicht allein die qualifizierte Ausbildung in den Betrieben wichtig. Die regelmäßige und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen der Kfz-Innung und dem dualen Partner Berufsschule spielt ebenso eine entscheidende Rolle.
Ein Dutzend Teams reichte Bewerbungen ein, zum Teil mit einem großen Kooperationsprojekt, zum Teil mit einer Vielzahl kleinerer Aktionen. Alle fördern sie das Zusammenspiel zwischen Innung und Betrieben auf der einen sowie der Berufsschule auf der anderen Seite – im Sinne der dualen Berufsausbildung und zum Wohl der Azubis.
Die Berliner Gewinner stellten in ihrer Bewerbung anschaulich dar, wie viele Aktivitäten sie im Lauf eines Jahres gemeinsam durchführen. Damit zeigten sie ein ganzes Repertoire an Beispielen für gute Zusammenarbeit auf und können anderen Innungen und Berufsschulen ein Vorbild sein.
»kfz-betrieb« stellt die Preisträger des Bundesbildungspreises detailliert in einem Beitrag in Ausgabe 22/23 vor.
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