Erste ECE-R-115-Genehmigung für Autogas-Direkteinspritzeranlage
Die Benzinpreise erklimmen neue Rekordmarken. Da ist es gut, dass die Autohersteller ihre Gasangebote wieder aufnehmen und Autogasanlagen für Direkteinspritzer endlich ECE-R-115-fähig werden.
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Im Bundesdurchschnitt kostete ein Liter Benzin (Super E 10) Anfang der Woche 1,64 Euro. Eine Entspannung ist nicht zu erwarten. Schließlich will der Iran seine Rohöllieferungen an Frankreich und England einstellen – eine Maßnahme, die sich schon heute auf den Rohölpreis auswirkt. Da kommt die Entspannung beim Thema Autogas für die Kfz-Branche gerade richtig: Die Hersteller und Importeure sind nun endlich wieder in der Lage, ihre Neuwagen mit Autogasanlagen zu bestücken. 2011 hatte über eine sehr lange Zeit einzig Volkswagen Autogasfahrzeuge mit Euro-5-Motoren im Angebot. Das lag daran, dass die ECE-Gremien sehr lange gebraucht haben, um die für die Euro-5-Abgasnorm notwendigen Änderungen in die ECE-Regelungen einzuarbeiten.
Diese Gremien sind auch der Grund dafür, dass es bislang keine Genehmigungen nach ECE-R 115 für Autogasanlagen für Direkteinspritzer-Motoren gab. Denn einige Teile dieser Anlagen konnten bislang nicht nach ECE-R 67 abgenommen werden. Doch auch diese Hürde könnte bald der Vergangenheit angehören: Die zuständigen ECE-Gremien haben im Dezember 2011 die Änderungen in die ECE-R 67 eingearbeitet. Nun besteht zwar noch bis Mai 2012 eine Einspruchsfrist gegen diese Anpassung. Doch rechnet niemand damit, dass sich hier noch einmal Verzögerungen ergeben.
Erste ECE-R 115 für Direkteinspritzer
Der Anlagenhersteller Prins konnte sich deshalb bereits seine Direct-Liqui-Max-Anlage vom holländischen RDW nach ECE-R 115 genehmigen lassen. Sie gilt für Fahrzeuge von Kia und Hyundai. Weitere Genehmigungen für Modelle von General Motors, Volvo, Ford, Volkswagen, Audi, Seat und Skoda sollen in Kürze folgen.
Die Voraussetzungen für ein gutes Geschäft mit Autogasfahrzeugen sind also erneut gegeben. Jetzt gilt es, den Ruf der Autogasumrüstung nicht wieder mit schlampigen Arbeiten zu beschädigen.
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