Car Gurus kommt nach Deutschland
Die US-Automobilbörse Car Gurus kommt nach Deutschland. Car Gurus setzt den Fokus konsequent auf den Kunden. Gleichzeitig sollen Händler von „werthaltigen Leads“ profitieren.

Anfang nächsten Jahres soll die US-Automobilbörse Car Gurus auf den deutschen Markt kommen. In den USA gilt Car Gurus als eine der am schnellsten wachsenden und meistbesuchten automobilen Online-Plattformen. Mehr als 19 Millionen Besucher tummeln sich dort pro Monat, und mehr als 14.000 Fahrzeughändler stellen ihre Angebote dort ein.
Das Unternehmen wurde 2007 von Langley Steinert gegründet. Steinert ist einer der Gründer der Reise-Plattform Tripadvisor. 2015 wagte Car Gurus den ersten Schritt nach Europa: Im Herbst startete die Plattform in Großbritannien; demnächst sollen weitere Länder folgen – allen voran Deutschland.
Auf den ersten Blick ist Car Gurus eine weitere Plattform für die Gebrauchtwagenvermarktung. Doch Diego Sanson, Vice President International Business, versichert, dass Car Gurus anders ist als alle in Deutschland bekannten Portale. Das Unternehmen nutze eine Technologie, die auf den User fokussiert ist. Sie helfe dem Nutzer, die am besten zu ihm passenden Angebote von Händlern aus seiner Region zu finden. Transparenz und Kundenrelevanz seien die entscheidenden Stichworte für Car Gurus.
Das scheint zu wirken, denn interne Auswertungen des Unternehmens mit Hauptsitz in Cambridge/Maryland zeigen, dass die User drei- bis viermal länger auf der Seite von Car Gurus bleiben als auf vergleichbaren Plattformen. Und die Konversionsrate von Leads, die den Händlern zugespielt werden, ist nach Unternehmensangaben drei- bis fünfmal so hoch wie beim schärfsten Wettbewerber Autotrader.
Car Gurus nutzt das Marketing über Google. Es erlaube eine Besonderheit beim Pricing für die Händler: Denn die Fahrzeugeinträge sind kostenfrei und werden jeweils mit der Website des Händlers verlinkt. Der Händler erhält Leads und danach wird individuell abgerechnet. Bei der Gebühr für den Händler geht es nicht einfach um eine bestimmte Menge an Leads, sondern es werden auch Faktoren wie die Region einbezogen. „Der Händler soll von Anfang an das Gefühl haben, eine werthaltige Leistung zu bekommen“, erklärt Sanson.
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