Euro-DFT: Jetzt geht’s los!

Von Steffen Dominsky

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In wenigen Wochen ist der Euro-DFT im Handel erhältlich. Freie Werkstätten können dann die Reparatur- und Diagnoseportale der Fahrzeughersteller deutlich bequemer nutzen.

Bereits im Vorfeld erhielt das Euro-DFT-Konzept viel Aufmerksamkeit.(Foto:  Stefan Bausewein)
Bereits im Vorfeld erhielt das Euro-DFT-Konzept viel Aufmerksamkeit.
(Foto: Stefan Bausewein)

„Was lange währt, wird endlich gut“. Zugegeben: Auch wenn das nicht das Motto war, unter dem die Macher des Euro-DFT angetreten waren, so trifft es doch in gewisser Weise zu. Gut zehn Jahre sind vom ersten gedanklichen Ansatz bis heute vergangen. Doch in wenigen Wochen, genauer gesagt am 2. Juni, startet der Verkauf des „Euro Diagnose-Flash-Tools“ (Euro-DFT).

Ziel des Verbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) war es, ein Diagnosewerkzeug beziehungsweise eine Plattform zu entwickeln, mit deren Hilfe sämtliche Werkstätten auf die Reparatur- und Diagnoseplattformen der Fahrzeughersteller zugreifen und diese nutzen können. Interessierte Betriebe – sowohl Freie Werkstätten als auch Markenbetriebe – können mithilfe des Euro-DFT-Systems Fahrzeuge, die der Euro-5- bzw. -6-Abgasnorm entsprechen, somit leichter warten und instand setzen.

Denn dank des Euro-DFT können Anwender sämtliche aktuell unterstützen Marken (BMW und Mini, Mercedes-Benz und Smart, Volkswagen, Audi, Seat und Skoda, Opel und Ford) mit nur einem Gerät bedienen. Möglich wurde dies durch die spezielle Software, die das Partnerunternehmen Adis-Technology entwickelt hat. Sie verhindert, dass die Programme verschiedener OEMS auf dem Rechner, einem handelsüblichen Laptop, kollidieren und sich gegenseitig behindern, was im schlimmsten Fall Komplettabstürze zur Folge hätte.

Komplettpaket: Auspacken, einschalten, loslegen

Außerdem hat Adis eine eigene Diagnoseschnittstelle (VCI) entwickelt, die die Kommunikation zum Fahrzeug herstellt. Kein am Markt verfügbares Mehrmarken-VCI konnte dies bisher für sämtliche Marken und Modelle gewährleisten, erklärt die treibende Kraft hinter dem Euro-DFT, Neofitos Arathymos, vom ZDK. Deshalb habe man zusammen mit Adis ein eigenes Gerät entwickelt, das ebenfalls Bestandteil des Euro-DFT-Pakets ist.

Letzteres umfasst neben dem besagten Laptop samt spezieller Software auch die Pflege des Systems sowie einen Support im Fall des Falles. Zudem übernimmt der Verband auch die Registrierung der Werkstatt bei den jeweiligen Herstellern, was Grundvoraussetzung dafür ist, dass Betriebe die Portale der Hersteller nutzen dürfen. Eine weitere Voraussetzung für eine erfolgreiche Nutzung des Konzepts ist auch, dass sich Käufer des Euro-DFT mit den Gepflogenheiten der verschiedenen Marken und ihrer Portale vertraut machen – anderenfalls könnte aufgrund mangelnder Kenntnis schnell Frust aufkommen. Das möchte der ZDK mithilfe spezieller Kurse, die die TAK anbietet, vermeiden und empfiehlt die Teilnahme an diesen ausdrücklich.

Zu beziehen ist der Euro-DFT über Adis-Technology. Der finale Preis soll am 2. Juni beim Verkaufsstart im Vogel Convention Center (VCC) in Würzburg bekannt gegeben werden. Er soll unter 9.000 Euro liegen, wie die Verantwortlichen anlässlich der Vorstellung des Konzepts auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen am vergangenen Wochenende bekannt gaben. ZDK-Verbandsmitglieder sollen einen Nachlass von 20 Prozent erhalten.

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