FCA-Rückruf: ABS-Steuergerät
Ein möglicher Ausfall von ABS und ESP führt die Crossover-Geschwister Fiat Freemont und Dodge Journey in die Werkstatt. Bei der US-Version muss zusätzlich noch die Funktion der Lenkunterstützung sichergestellt werden.

Für das Crossover-Geschwisterpaar Fiat Freemont und Dodge Journey gibt es eine Rückrufaktion wegen eines möglichen Fehlverhaltens des ABS-Systems nachzutragen. Bereits im April startete die Aktion „5993“ (Fiat) beziehungsweise „R61“ (Dodge), weil „durch eine Massekabelöse am vorderen rechten Dämpferdom Wasser über die Kabelummantelung in das ABS-Steuergerät zieht“, wie ein Sprecher von FCA Deutschland sagte. Feuchtigkeit im ABS-Modul könnte zu einem Ausfall des Bremsassistenten und des elektronischen Stabilitätsprogramms (ESC) führen.
Bei weltweit 541.669 Journey- und 55.807 Freemont-Einheiten aus dem Produktionszeitraum Mai 2012 bis April 2015 wird daher geprüft, ob es bereits zu einem solchen Wassereintritt gekommen ist. Je nach Befund ersetzen die Vertragswerkstätten dann entweder die wärmeschrumpfende Hülle oder installieren neue Erdleiterkabel.
Zudem ist bei bereits feuchten Modellen ein Ersatz des Steuergeräts vorgesehen. Die Dauer der Abhilfemaßnahme liegt laut Hersteller je nach Umfang zwischen 35 und 135 Minuten. In Deutschland geht es um 7.454 Freemont. Für den Journey liegt keine Zahl vor.
Eine zweite Rückrufaktion läuft laut Hersteller nur für die US-Version des Crossovers. Weltweit müssen fast 200.000 Journey-Einheiten aus dem Bauzeitraum 31. Juli 2007 bis 12. November 2015 in die Werkstatt. Vorgesehen ist ein Wechsel der Servolenkungs-Rücklaufschläuche, der Stahlrohre und der Servolenkungs-Flüssigkeitskühler. „Die Servolenkungs-Rücklaufschläuche von sieben der oben genannten Fahrzeuge können nach einem Kaltstart bersten, wenn das Fahrzeug über einen längeren Zeitraum extrem niedrigen Temperaturen ausgesetzt war. Die etwa 65 Minuten dauernde Maßnahme soll künftig einen Verlust der Lenkunterstützung ausschließen. Der Aktionscode lautet „S08“.
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