Zeitung: BMW-Händler kauft Audi-Areal

Redakteur: Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Der Fuldaer BMW-Händler Krah & Enders hat das Grundstück und die Gebäude des benachbarten Audi-Zentrums Grösch gekauft. Laut „Fuldaer Zeitung“ bleibt das Autohaus Grösch jedoch selbstständig und mietet künftig die verkauften Werkstätten und Präsentationsräume zurück.

Der Fuldaer BMW-Händler Krah & Enders hat über eine Immobiliengesellschaft das Grundstück und die Gebäude des benachbarten Audi-Zentrums Grösch gekauft. Nach einem Bericht der „Fuldaer Zeitung“ bleibt das Autohaus Grösch jedoch selbstständig und mietet künftig die verkauften Werkstätten, Präsentationsräume und Freiflächen zurück. „Für Audi-Kunden wird sich also überhaupt nichts ändern“, sagte Autohaus-Geschäftsführer Marco Grösch am Sonntag gegenüber der Zeitung.

Laut Krah & Enders-Geschäftsführer Peter Enders liege die Kaufsumme „im unteren siebenstelligen Bereich“. Durch den Zukauf des Audi-Areals – rund 8.200 m² – umfasse die Krah & Enders-Fläche jetzt insgesamt rund 15.500 m². Ihm sei wichtig gewesen, dass sein Unternehmen sich auf lange Sicht den Zugriff auf das benachbarte Gelände gesichert habe, so Enders.

„Strategische Gründe“

Zu den Beweggründen für den Verkauf des Geländes, auf dem das Audi-Zentrum seit 1987 ansässig ist, wollte sich Geschäftsführer Grösch gegenüber der „Fuldaer Zeitung“ nicht äußern. Mit der aktuellen Krise der Autobranche habe der Schritt jedenfalls nichts zu tun - der Deal mit dem Nachbarn habe „strategische Gründe“ und sei schon seit längerer Zeit ins Auge gefasst worden, sagte der 39-Jährige.

Auch wenn in dem erst kürzlich wieder zertifizierten Audi-Zentrum für den Kunden alles weiter läuft wie bisher, so bildet der Verkauf doch einen Einschnitt in der Firmenhistorie, die 1977 begann: Damals übernahm der im Jahr 2007 verstorbene Vater des jetzigen Chefs, Werner Grösch, den VW- und Audi-Handel Reichelt mit angegliederter Werkstatt. Nach dem Umzug auf das jetzige Gelände 1987 markierte das Jahr 1999 einen weiteren Schritt: Damals wurde im Zuge der vom Volkswagen-Konzern vorgegeben Trennung seiner Marken aus dem VW- und Audi-Autohaus ein reines Audi-Zentrum. Im Moment arbeiten dort 31 Mitarbeiter und zehn Auszubildende. Auch für sie solle sich, laut Grösch, durch den Verkauf nichts ändern.

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