Erleichterungen für Daihatsu-Händler

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Daihatsu will im kommenden Jahr mit 10.500 verkauften Einheiten genauso viele Fahrzeuge absetzen wie 2009. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten fällt dieses Jahr für das Fabrikat trotz Umweltprämie miserabel aus.

Daihatsu will im kommenden Jahr 10.500 Fahrzeuge verkaufen und damit den Marktanteil wieder steigern. Dieses Ziel nannte Daihatsu-Deutschland-Geschäftsführer Matthias Heinz den knapp 300 anwesenden Partnern auf dem Daihatsu-Händlertag 2009 am vergangenen Wochenende in Frankfurt.

In etwa die gleiche Zahl will Daihatsu bis Ende dieses Jahres erreicht haben – bei einem deutlich größeren Gesamtmarkt. Aufgrund einer extrem schlechten Liefersituation konnte die Kleinwagenmarke nicht von der Umweltprämie profitieren und muss für das Gesamtjahr 2009 ein deutliches Zulassungsminus im Vergleich zu 2008 (13.700 Neuzulassungen) hinnehmen.

Die Probleme seien inzwischen ausgeräumt, die Lieferfristen befänden sich wieder auf Normalniveau, sagte Heinz. Zudem will Daihatsu ab 2010 wieder Lagerfahrzeuge in Bremerhaven vorhalten, um dem Handel kurzfristig Autos zur Verfügung stellen zu können.

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„Es gießt richtig über uns“

Nichtsdestotrotz erwartet der Kleinwagenspezialist ein schwieriges nächstes Jahr. „Das Wetter über uns ist nicht sonnig, nicht einmal regnerisch. Es gießt richtig über uns“, sagte Daihatsu-Deutschland-Präsident Atsuhiko Tanimoto. Importeur und Handel müssten der veränderten Situation Rechnung tragen und sich anpassen. An die Händler appellierte Tanimoto, das Thema Kundenbindung nicht zu vernachlässigen.

Da bei Daihatsu keine neuen Fahrzeuge in Sicht sind, will der Importeur 2010 vor allem mit Sondermodellen punkten. So wird es zum Jahresanfang einen Terios 2WD mit Zusatzausstattung geben. Zudem bietet Daihatsu künftig das abgespeckte Einstiegsmodell „pur“ beim Cuore ohne Klimaanlage und Radio zum Preis von 9.490 Euro an.

Bonussystem überarbeitet

Mit weiteren Maßnahmen will der Importeur den Händlern das Geschäft erleichtern. So wurde das Bonussystem überarbeitet: Durch feinere Abstufungen beim Zielerreichungsbonus sollen die Händler künftig im Durchschnitt mehr Geld erhalten. Die Zielerreichung wird künftig monatlich, quartalsweise und jährlich abgestuft vereinbart und die Boni diesen Intervallen entsprechend ausbezahlt.

Bonifiziert werden künftig alle privaten und gewerblichen Zulassungen bis auf den neuen Cuore pur. Schulungen sind nicht mehr bonusrelevant, bei den nichttechnischen Trainings gibt es 2010 keine Pflichtveranstaltungen. Zudem hat Daihatsu die Lagerwagenstandards abgeschafft und die Haltedauer von Vorführwagen von sechs auf neun Monate verlängert.

Lokale Marketingaktionen im Fokus

Im Marketing will Daihatsu künftig den Schwerpunkt auf lokale Aktionen der Händler legen. Zwar wird es weiter nationale Kampagnen geben, die Aktivitäten der Partner vor Ort sollen jedoch verstärkt werden. Dazu gibt es einen Online-Anzeigenbaukasten sowie das Angebot, die lokale Pressearbeit zentralisiert abzuwickeln und für regelmäßige Pressemeldungen zu sorgen. Eine kostenlose Daihatsu-Gebrauchtwagenbörse soll zusätzlich helfen, die Kunden ins Autohaus zu locken.

Für eine höhere Liquidität der Partnern soll eine deutlich schnellere Abwicklung der Garantieanträge sorgen. Während die Abrechnung bisher im Durchschnitt 63 Tage dauerte, soll das Geld künftig innerhalb von zehn Tagen bei den Händlern sein. Zudem würden die Ersatzteilpreise drastisch reduziert, kündigte Daihatsu Deutschland an. Bei den Aftersales-Schulungen legt Daihatsu 2010 einen besonderen Schwerpunkt auf die Themen „Bestandsmanagement Teile und Zubehör“ sowie „Aktiver Serviceverkauf“. Diese Trainings werden vom Importeur zu 50 Prozent bezuschusst.

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