AVAG übernimmt zwei Hofmann-Betriebe
Die AVAG Holding bleibt auf Expansionskurs. Im Allgäu hat der Mehrmarkenhändler zwei Betriebe des insolventen Autohauses Hofmann übernommen.
Die Augsburger AVAG Holding hat die Verhandlungen über die Übernahme von zwei Standorten der insolventen Allgäuer Hofmann-Gruppe erfolgreich abgeschlossen. Laut einer Mitteilung des zweitgrößten Neuwagenhändlers in Deutschland werden die Hofmann-Standorte in Mindelheim und Memmingen ab dem 1. Mai von der AVAG betrieben.
Das Automobilzentrum (AMZ) Memmingen vertreibt die Marken Opel und Kia. Das AMZ Mindelheim ist eine Filiale des Memminger Betriebs und vermarktet nur Opel-Fahrzeuge. Nach der Übernahme investiert die AVAG in den Umbau des Hauses Memmingen, um die „Strategie der strikten Markentrennung“ an den neuen Standorten anzuwenden. Unter anderem sei es notwendig, für die Marken separate Eingänge zu schaffen und die entsprechende Corporate Identity umzusetzen, heißt es.
Mit der Übernahme sichert die AVAG die Arbeitsplätze von 40 Mitarbeitern, darunter neun Auszubildende, die an den beiden Standorten übernommen werden. Zudem werden moderne Dialogannahmeplätze geschaffen, um den wachsenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden und mit effizienten Werkstattabläufen wettbewerbsfähig zu werden. Unter anderem wird die AVAG den Kunden in den neuen Betrieben die Händlereigengarantie „Big Deal“ anbieten, bestehend aus einer sechsjährigen Garantie auf die wichtigsten Baugruppen für Neuwagen und drei kostenlosen Inspektionen.
Das Autohaus Hofmann hatte im Oktober 2014 einen Insolvenzantrag gestellt und zunächst versucht, sich mithilfe eines Insolvenzplanverfahrens zu sanieren. Inzwischen wurden aber mehrere Betriebe bereits verkauft, ein kleinerer Standort in Bad Waldsee stillgelegt.
Die AVAG Holding ist inzwischen an 53 Autohäusern mit 148 Standorten in Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen und Ungarn beteiligt und vermarktet mit 3.650 Mitarbeitern rund 86.000 Fahrzeuge im Jahr, darunter knapp 45.000 Neuwagen (2014).
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