Lada Granta kommt möglicherweise noch 2012

Importeur erwartet Basispreis von 7.500 Euro

24.07.12 | Autor: Andreas Grimm

Der Lada Granta könnte noch in diesem Jahr für 7.500 Euro in Deutschland verfügbar sein.
Der Lada Granta könnte noch in diesem Jahr für 7.500 Euro in Deutschland verfügbar sein. (Foto: Lada)

Lada sieht nach den Absatzeinbußen im ersten Halbjahr den kommenden sechs Monaten mit positiven Erwartungen entgegen. Befeuert werden die günstigen Einschätzungen durch die Resonanz der Besucher auf der AMI und die Reaktionen in der Presse auf das neue Modell, den Granta.

Im ersten Halbjahr hatte Lada in Deutschland nur 742 Einheiten abgesetzt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 1.160 Neufahrzeuge gewesen. Nun sei auf der Leipziger Automesse die Präsenz von Lada gut angekommen, heißt es rückblickend in einem Schreiben des Importeurs. Nicht zuletzt hätten die Besucher auf die Fahrten mit Autogas-Modellen im Rahmen der Spritsparstunde gut reagiert. Für den Kalina wurde dabei im Autogasbetrieb laut dem Importeur ein Durchschnittsverbrauch von umgerechnet 4,8 Litern Benzin festgestellt. Zudem rechnet Lada damit, dass im zweiten Halbjahr die Nachfrage nach Neufahrzeugen im unteren und mittleren Preissegment anziehen werde.

Dazu beitragen soll der in Leipzig vorgestellte Granta: Das Stufenheck-Modell könnte nach neuen Lada-Informationen „noch 2012 zur Auslieferung kommen“. Den Preis für das Basismodell gibt der Importeur mit 7.500 Euro an. Der Granta erinnert damit preislich und optisch an den ersten Dacia Logan: Auch er stand am Anfang der Expansion einer Renault-Tochter nach Westen. Inzwischen hat Renault bei Lada/Avtovaz das Sagen, und da der Stufenheck-Dacia in Deutschland nicht mehr verkauft wird, ist theoretisch Platz für ein günstiges Stufenheckmodell aus Russland.

Der Einstieg von Renault hat sich auch in der Ausstattung bemerkbar gemacht. Der Innenraum wirkt einfach, aber ordentlich verarbeitet – möglich, dass die Einflüsse der Renault-Designer den Russen gezeigt haben, was auch im Günstig-Segment alles machbar ist. Und auf Sicherheitsfeatures wie das ESP muss ebenfalls niemand mehr verzichten – es ist schließlich für alle Neuzulassungen innerhalb der EU inzwischen Pflicht.

Damit die Lada-Vertragspartner den Änderungen folgen können, werden ihnen wie in diesem Jahr Schulungen angeboten. „Wir werden sicherlich für 2013 das Angebot mit Avtovaz [Anm. der Red.: dem russischen Hersteller] erweitern können“, heißt es dazu von Lada Deutschland. Im laufenden Jahr konnten die Händler an Schulungen in folgenden Regionen teilnehmen: Importzentrum Buxtehude, Raum Leipzig, Raum Stuttgart, Raum Mülheim-Kärlich, Raum Bochum, Raum Graz und Kremsmünster in Österreich. Lada Deutschland ist auch für den Vertrieb in der Alpenrepublik zuständig.


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