Skoda: „Auf dem Weg zur Volumenmarke“
Diskussionen um die neue CI standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Skoda-Partnerverbands.

Die neue Corporate Identity (CI) stand im Mittelpunkt der Diskussionen bei der Mitgliederversammlung des Skoda-Partnerverbands am Samstag in Erfurt. Die Veranstaltung war von einer erwartungsvollen Stimmung geprägt, da Skoda am kommenden Wochenende auf einer Händlerkonferenz in Mlada Boleslav die Details zur neuen CI und den damit verbundenen Vertrags- und Richtlinienänderungen bekanntgeben wird.
Der Vorstand des Händlerverbands informierte, dass in der Diskussion mit dem Importeuer um die Implementierung der neuen CI/CD -Vorgaben in ein bestehendes Vertriebsnetz sehr schnell deutlich wurde, dass sich erste Vorstellungen des Herstellers in der Praxis nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand hätten umsetzen lassen. Dies hätte die Partner in einem schwierigen Marktumfeld über Gebühr belastet. Es gelang, den neuen Vertriebs- und Marketingvorstand von Skoda, Werner Eichhorn, hiervon zu überzeugen und somit die CI-Vorgaben zu vereinfachen.
Programm zur Finanzierung der neuen CI-Vorgaben
Erfreut nahmen die Händler zur Kenntnis, dass die Skoda Bank für die Investitionen ein Kreditprogramm mit moderaten Zinsen ankündigte. Die Bank will hierfür von der großen Mehrheit der Händler keine zusätzlichen Sicherheiten fordern und nicht in die bisher vereinbarten einrechnen.
Thomas Peckruhn betonte in seiner Rede die erfolgreiche Entwicklung der Marke in den letzten Jahren. Er sei sehr stolz auf die Leistung, die Skoda und die Skoda-Partner geschafft hätten. Skoda sei in Deutschland auf dem besten Weg, eine Volumenmarke zu werden. Er begrüßte auf der Veranstaltung Imelda Labbé, die neue Geschäftsführerin von Skoda Deutschland. „Sie sind rasant gestartet, bitte behalten Sie diese Performance bei“, rief er ihr zu. Labbé stellte in ihren Begrüßungsworten fest, dass sie in große Fußspuren getreten sei. Schließlich sei Skoda die Aufsteigermarke Nummer eins auf dem deutschen Markt, und diesen Erfolgskurs wolle sie zusammen mit den Händlern weiter fortsetzen.
Ergänzungen im Modellprogramm
Peckruhn brachte aber auch Kritik zum Ausdruck. Zwar liefere der Hersteller Modelle, die der Markt gut annehme, dennoch sei nicht alles golden, was glänze. So würden die Händler sich dringend einen Nachfolger des Roomsters wünschen sowie eine größere Ausstattungs- und Motorisierungsvielfalt beim Rapid. Auch für den Superb wären mehr Assistenzsysteme wünschenswert. Gleichzeitig monierte er teilweise zu lange Lieferzeiten. „Sinkende Loyalitätswerte können Sie darauf zurückführen“, schrieb er dem Hersteller ins Stammbuch.
Kritisch äußerte er sich auch gegenüber der Skoda Bank. Er könne nicht verstehen, dass die Herstellerbank, die die Betriebe schließlich am besten kenne, diese häufig schlechter rate als die Hausbanken. Er forderte die Bank auf, ihre Geschäftspolitik zu überdenken, und den Händlern riet er, mit der Bank darüber intensiv zu diskutieren.
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