Autohaus Reiferscheid ist zahlungsunfähig
Das Remscheider Toyota-Autohaus Reiferscheid hat für sich und das angegliederte Autohaus Remscheid Süd beim Amtsgericht Wuppertal Insolvenz beantragt.

Das alteingesessene Remscheider Autohaus Reiferscheid geht wegen massiver finanzieller Engpässe in die Insolvenz. Wie die Online-Ausgabe des „Remscheider Generalanzeigers“ berichtet, hat das zuständige Wuppertaler Amtsgericht am Freitag ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Reiferscheid Automobile GmbH & Co. KG und die angegliederte Autohaus Remscheid Süd GmbH eingeleitet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Wuppertaler Rechtsanwalt Dr. Jens Schmidt eingesetzt.
Die Firma Reiferscheid betreibt in Remscheid ein Toyota-Autohaus mit Neu- und Gebrauchtwagenverkauf und Service-Werkstatt. Das angegliederte Autohaus Remscheid Süd wird schon seit einiger Zeit als reiner Service-Betrieb für die Marke Mazda geführt.
Insolvenzverwalter führt Gespräche
Ungeachtet des eingeleiteten Insolvenzverfahrens laufe der Geschäftsbetrieb in beiden Autohäusern vorerst ungehindert weiter, heißt es in dem Bericht. Das Insolvenzgeld für die insgesamt elf Reiferscheid-Mitarbeiter sei zumindest bis Ende Juni gesichert. Insolvenzverwalter Jens Schmidt habe inzwischen erste Gespräche mit Autobanken und Herstellern aufgenommen, um den weiteren Ablauf sicherzustellen. Schmidt zeigte sich zuversichtlich, dass sich ein Investor und damit eine Fortführungslösung für den Betrieb werde finden lassen.
Das Unternehmen wurde im Jahr 1932 von Erich Reiferscheid gegründet. 1967 unterschrieb die Firma einen Fiat-Händlervertrag und bezog das jetzige Autohaus auf dem rund 5.000 m² großen Grundstück an der Bliedinghauser Straße. Im Mai 1986 wechselte das Familienunternehmen die Marke: von Fiat zu Toyota.
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